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	<title>Soziales &#8211; Jens Jürgen Korff</title>
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	<description>Historiker, Texter, Autor, Wanderer</description>
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		<title>Das Liebesgebot</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jejko]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Nov 2025 12:45:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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					<description><![CDATA[Nächstenliebe und Feindesliebe von Salomo bis Hüther. Kapitel I meines Buchprojekts &#8222;Hilfe – Eine Philosophiegeschichte der Dienstleistung&#8220; (Auszüge). Die biblische Legende vom weisen König Salomo und der Mutterliebe geht so: Zwei junge Frauen kamen einst zum König, weil sie um ein Kind stritten. Beide behaupteten, die wahre Mutter des Kindes zu sein. Salomo ließ sich &#8230; <a href="https://jejko.de/das-liebesgebot/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Das Liebesgebot“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p><strong>Nächstenliebe und Feindesliebe von Salomo bis Hüther.</strong> Kapitel I meines Buchprojekts &#8222;<a href="https://jejko.de/der-hilfsbereite-mensch/" data-type="post" data-id="890">Hilfe – Eine Philosophiegeschichte der Dienstleistung</a>&#8220; (Auszüge).</p>



<p>Die biblische Legende vom weisen König <strong>Salomo</strong> und der Mutterliebe geht so: Zwei junge Frauen kamen einst zum König, weil sie um ein Kind stritten. Beide behaupteten, die wahre Mutter des Kindes zu sein. Salomo ließ sich ein Schwert bringen und urteilte, das Kind solle geteilt werden. Da rief die eine: „Lasst das Kind leben, gebt es der anderen!“ Die andere rief: „Teilt das Kind, es soll keiner gehören.“ Salomo erkannte, dass die erste die wahre Mutter war, und sprach ihr das Kind zu.</p>



<p class="has-small-font-size">Bild: Vincent van Gogh: Der gute Samariter</p>



<span id="more-1715"></span>



<p>Die Legende gehört aus drei Gründen hierher:</p>



<p>Die Mutterliebe galt Salomo wahrscheinlich als Mutter der Nächstenliebe. Dass die Mutter den Schmerz und die Todesangst ihres bedrohten Kindes mitempfindet und dann sogar über ihren Stolz, ihre Eitelkeit, ihren Besitz­anspruch stellt, zeigt ihren Sinn für die Heiligkeit des Lebens und, wie man im 21. Jahrhundert sagt, ihre Fähigkeit zum Perspektiv­­wechsel. Diese ist nach heutiger Auffassung zugleich Voraus­setzung für Empathie und Nächstenliebe. Unter Nächstenliebe sei hier eine starke positive Bindung von Menschen an die Menschen in ihrer Nähe verstanden. Eine Kraft, die uns Menschen dazu bringt, gerne beieinander zu sein und anderen Menschen nicht aus dem Wege zu gehen. Zuweilen auch dazu, eigene Interessen hintenanzustellen und uns zuerst darum zu kümmern, dass es der geliebten Person gut geht… Mutterliebe und Nächstenliebe? Der Psychologe Erich Fromm betonte den Unterschied, dass sich Mutterliebe auf ein ungleiches Verhältnis bezieht, während Nächstenliebe die Liebe unter Gleichen sei.<a href="#_ftn1" id="_ftnref1">[1]</a></p>



<p>Bei König Salomo geht der Perspektivwechsel noch eine Stufe weiter: Er versetzt sich in den zu erwartenden Perspektivwechsel der echten Mutter. Er betritt eine Metaebene des Geistes, er denkt über das Denken und fühlt mit dem Fühlen. Das ist Philosophie, ein schönes Beispiel für eine Theory of Mind (Theorie des Geistes) und deshalb zurecht ein Musterbeispiel für Weisheit. Die Weisheit kam als Liebe und als List in die Welt: als Wunsch, dass es einem anderen Wesen gut gehen möge; und als Trick, andere ans Lernen zu bringen.</p>



<p>Der dritte Grund ist: Schon in frühesten Berichten tritt die Tugend der Liebe in Widerstreit mit anderen Tugenden – hier mit der Gerechtig­keit. Denn Salomo hat das drohende Schwert der Gerechtigkeit gegen die Liebe der echten Mutter in Stellung gebracht, um sie zu prüfen, und die Mutter hätte in ihrer Liebe zum Kind die Ungerechtigkeit hingenommen, dass das Kind in der Obhut der falschen Mutter bleibt und überlebt. Der Dichter <strong>Erich Fried</strong> widmete 1983 sein berühmtes Gedicht »Was es ist« dem kämpferischen Charakter der Liebe, die hier als die Kraft auftritt, die zwischen Liebenden herrscht:</p>



<p><em>Es ist Unsinn / sagt die Vernunft / Es ist was es ist / sagt die Liebe</em></p>



<p><em>Es ist Unglück / sagt die Berechnung / Es ist nichts als Schmerz / sagt die Angst / Es ist aussichtslos / sagt die Einsicht / Es ist was es ist / sagt die Liebe</em></p>



<p><em>Es ist lächerlich / sagt der Stolz / Es ist leichtsinnig / sagt die Vorsicht / Es ist unmöglich / sagt die Erfahrung / Es ist was es ist / sagt die Liebe</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Gott ist die Liebe</h3>



<p>Der jüdische Prediger und Religionsstifter <strong>Jesus von Nazaret</strong> gilt in der christlich geprägten Kultur als Verkörperung der Nächstenliebe. Wenn wir ihn hier kulturhistorisch betrachten, haben wir ein Problem: Die Figur des Jesus Christus ist so stark religiös überwölbt,<a href="#_ftn2" id="_ftnref2">[2]</a> dass es schwierig ist, sie als historische Figur zu fassen. (…)</p>



<p>Seine Botschaft war (den Evangelien zufolge):<br><em>Das Reich Gottes ist da! Vertraut auf die frohe Botschaft!</em> (Markus 1,15)</p>



<p>Jesus war also kein Apokalyptiker. Die neue Welt begann, ohne dass die alte erst hätte mit großem Getöse untergehen müssen. Die beiden Welten tolerieren einander, und es ist die jetzt vorhandene Welt, es sind die jetzt vorhandenen Menschen, in denen das Potenzial einer positiven Entwicklung im Sinne des „Reiches Gottes“ steckt.<a href="#_ftn3" id="_ftnref3">[3]</a> Das Reich Gottes war da, wie Meinrad Limbeck betont, als Jesus noch lebte. Er musste also nicht erst den Kreuzestod erleiden, um die Menschheit erlösen zu können. Durch „kostenloses Heilen und gemein­sames Essen“ ließ die sich um Jesus versammelnde Gemeinschaft Gottes­herrschaft unmittelbar erlebbar werden. Hierarchi­sche Wert­maßstäbe und Gesellschafts­strukturen griff Jesus an und entkräftete sie, sagt John Dominic Crossan. Auch dadurch, dass er in „subversiver Weise“ Kranke, Zöllner, Huren und andere Abweichler von religiösen und gesellschaftlichen Normen bevorzugte; so Martin Karrer.<a href="#_ftn4" id="_ftnref4"><sup>[4]</sup></a></p>



<p>Wenn Jesus überNächstenliebe sprach, berief er sich teilweise auf die jüdische Tora, teilweise ging er darüber hinaus. Im Alten Testament (der Tora), 3. Buch Mose 19, 18 diktiert Gott den Juden:</p>



<p><em>An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.</em></p>



<p>Als ein Schriftgelehrter in Jerusalem Jesus nach dem ersten und wichtigsten Gebot fragte, das ein Gläubiger befolgen solle, antwortete Jesus (nach Markus 12, 29 ff):</p>



<p><em>Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.</em></p>



<p>Jesus verknüpfte hier das Gebot der Nächstenliebe mit dem Gebot, den einzigen Gott zu lieben, nach dem 5. Buch Mose 6, 5. Der Schrift­gelehrte war beeindruckt und stimmte Jesus zu. Hier bewegte Jesus sich im Rahmen des unter Juden gepflegten religiösen Disputs. (…)</p>



<p>Doch viele Worte Jesu forderten eine neue und überraschende Art von Huma­nität. Der Evangelist Matthäus hat typische Sprüche dieser Art in der so genannten Bergpredigt zusammengestellt (Matthäus 5–7). Dabei ging Jesus deutlich über traditionelle Vorstellungen von Gerechtigkeit hinaus. Ähnlich wie schon Salomo spielte er die Nächstenliebe gegen überlieferte Rituale und gegen das Gerechtig­keitsgefühl aus:</p>



<p><em>Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas wider dich hat, dann lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen, gehe zuerst hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komme und opfere deine Gabe.</em> (Matthäus 5,23)</p>



<p>Dieser Spruch richtete sich gegen die übermäßige Betonung religiöser Symbole: Das Opfer­symbol, der Akt gegenüber Gott, kann die Aussöhnung, den Akt gegen­über dem Mitmenschen, nicht ersetzen. Dabei überging Jesus die Frage, wer an dem Zwist der Brüder schuld war. Versöhnung ist wichtiger als Gottesdienst, wichtiger als Recht haben und Recht behalten. Also auch wichtiger als das Gesetz.<a href="#_ftn5" id="_ftnref5"><sup>[5]</sup></a></p>



<p><em>Ihr habt gehört, das gesagt wurde: Auge um Auge und Zahn um Zahn. Ich aber sage euch: Widersteht dem Bösen nicht. Vielmehr, schlägt dich einer auf die rechte Backe, so halte ihm auch die andere hin. Wer mit dir rechten und dir den Mantel nehmen will, dem überlass auch den Rock&#8230;</em> (Matthäus 5,38-42)</p>



<p>Dieser Satz ist eine Zumutung, die dem Gerechtigkeitsgefühl der meisten Menschen diametral widerspricht. Jesus wandte sich darin ausdrücklich gegen das ehrwürdige Talions­gesetz, nach dem ein Übeltäter das gleiche Übel erleiden sollte, das er einem anderen angetan hatte. Das war kein besonderes Gesetz des »rachsüchtigen Gottes der Juden«, wie später die Antisemiten behaupteten, sondern im Gegenteil ein alter Grundsatz des Strafrechts vieler Kulturen, der gerade dem Ziel diente, Rache­exzesse zu verhindern. Er findet sich im Alten Testament, im Kodex Hammurabi, im altrömi­schen Zwölftafel­gesetz und auch im germani­schen Recht. Ernst Lohmeyer schrieb dazu: „Eindring­lich ist damit und knapp das alte Gesetz der talio ausge­sprochen, das von Babylon bis nach Rom … bezeugt und gültig ist. Es verbürgt dem Geschlagenen oder Ver­wundeten den Schutz des Rechtes, es beseitigt damit die private Rache für irgend­welche Vergehen und ist damit ein unver­äußerlicher Grundsatz des geselligen Lebens in einem Staatswesen gewor­den.“<a href="#_ftn6" id="_ftnref6"><sup>[6]</sup></a> Gertrude Sartory kommentiert die Änderung, die Jesus vornahm: „Als neue Grundlage für ein Staatswesen ließen sich solche Weisungen Jesu freilich nicht verwenden; eher lassen sie in ein Utopia ausschauen, in dem der Staat überflüssig geworden ist.“ (…)</p>



<h3 class="wp-block-heading">Frieden als Naturrecht</h3>



<p>Die österreichische Schriftstellerin <strong>Bertha von Suttner</strong> (1843–1914) wurde 1889 mit dem Roman »Die Waffen nieder!« weltberühmt. 1905 bekam sie dafür als erste Frau den Friedensnobelpreis. Der Roman erzählt in Ich-Perspektive die Geschichte der Gräfin Althaus, die 1859 im Sardisch-Österreichischen Krieg ihren ersten Mann verliert, in einer Cholera-Epidemie nach dem Preußisch-Österreichischen Krieg 1866 ihre Geschwister und bei Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges 1870 auch noch ihren zweiten Mann, der als Pazifist und vermeintlicher preußischer Agent in Paris erschossen wird. Ihr Sohn trägt ihr pazifistisches Engagement fort.<a href="#_ftn7" id="_ftnref7">[7]</a></p>



<p>In dem Roman entwickelte Suttner ein neues Argument für den Frieden und gegen den Kriegswahn: Frieden sei der naturrechtlich verbürgte Normalzustand der Menschheit, Krieg dagegen die Folge eines episodisch auftretenden menschlichen, vor allem männlichen „Irrwahns“. Das Recht auf Frieden sei also menschen- und völkerrechtlich einforderbar. Zur Begründung zog Suttner Charles Darwins Erkenntnisse über die Evolution der Arten und des Menschen heran. Aus der Evolution folge, so Suttner, eine stete Höherentwicklung der Menschheit durch Selektion der „Edel­sten“.<a href="#_ftn8" id="_ftnref8">[8]</a> Das ist bemerkenswert, denn die meisten damaligen »Sozialdarwi­nisten«, darunter der Philosoph Friedrich Nietzsche, zogen entgegengesetzte Schlüsse aus Darwins Vorlage: Sie vermuteten, dass die natürliche Evolution die jeweils rücksichtslosesten, gewalttätigsten und herrsch­süchtigsten Menschen bzw. Männer begünstigte – und zum Teil, dass Herrscher oder herrschende Eliten die Pflicht hätten, das Böse im Menschen unter ihre Kontrolle zu bringen. (…)</p>



<p>Der britische Biologe und Autor <strong>Thomas Henry Huxley </strong>(1825–1895), ein Freund Darwins, führte 1893 in einem Vortrag über „Evolution und Ethik“ in Oxford aus, die Natur sei nicht gut, sondern grausam, tückisch und moralisch völlig gleichgültig. Ethik könne also nicht aus der Natur des Menschen abgeleitet werden. Moral sei vielmehr das von Menschen – genauer: von Herrschern – erfundene Schwert, um den Drachen unserer tierischen Herkunft zu töten.<a href="#_ftn9" id="_ftnref9">[9]</a></p>



<p>Bertha von Suttner erkannte jedoch, dass menschliche Zivilisationen, in denen viele Menschen auf engem Raum friedlich zusammenleben, nie hätten entstehen können, wenn sich seit Jahrtausenden stets die destruktivsten Menschen durchgesetzt hätten. Außerdem widersprach es ihrer Lebens­erfahrung, dass ausgerechnet die Männer mit dem höchsten Risiko, in jungen Jahren gewaltsam zu Tode zu kommen, die meisten Nachkommen haben sollten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Affenliebe</h3>



<p>Der Mensch stammt von Affen ab, sagte Darwin. Affen sind uns näher, als wir vorher dachten. Was folgt daraus? Die Antwort hing und hängt davon ab, ob wir unsere äffischen Vorfahren lieben oder nicht. Ob wir das suchen, was wir mit ihnen gemeinsam haben, oder das, was uns trennt. Wer das Gemeinsame suchte wie Bertha von Suttner, die sich später auch vehement gegen Tierversuche einsetzte, sah die Wurzeln unserer Ethik bei den Affen und ethische Werte wie Frieden als Naturerbe und Naturrecht. Wer das Trennende suchte wie wie Papst Innozenz III.,<a href="#_ftn10" id="_ftnref10">[10]</a> Huxley oder Nietzsche, der sah im tierischen Erbe der Menschen die Quelle des Bösen. Diese Haltung wird immer noch vertreten in Form der These, unter dem „dünnen Firniss der Zivilisation“ lauere der „barbarische Kern“ des Menschen, die „blutdürstige Bestie“ – wahlweise gefürchtet oder verehrt.<a href="#_ftn11" id="_ftnref11">[11]</a></p>



<p>Der niederländische Verhaltensforscher <strong>Frans de&nbsp;Waal</strong> (1948–2024) und seine britische Kollegin <strong>Jane Goodall</strong> (1934–2025) suchten wie Suttner nach dem Gemeinsamen. De Waal schloss aus seinen Beobachtungen, zuerst an Schimpansen im Zoo von Arnhem, später an Orang-Utans, Bonobos und Gorillas, dass Empathie und Altruismus und damit die Grundlage von Moral und Kultur auch in den engen sozialen Verbänden der Primaten praktiziert werden. Ja, Affen können „tricksen, lügen und einander betrügen“, aber sie helfen einander oft und sind gut zu ihren Mitaffen – offenbar deshalb, weil so soziale Gemeinschaften entstehen, die allen Beteiligten nutzen. Und auch das Lügen und Betrügen erfordert Empathiefähigkeit, Ansätze einer Theory of Mind, wie wir sie bei Salomo kennen gelernt haben. Bei den Menschen gibt es die alten Rechtsprinzipien „Do ut des“ („Ich gebe, damit du gibst“) und „quid pro quo“ („Dies für das“) – also die Erwägung: Wenn ich jetzt dem Menschen helfe, der in Not ist, dann wird auch mir später wahrscheinlich geholfen, sollte ich in Not geraten. Erfunden haben wir diese Grundlagen unserer Kultur offenbar nicht. Erfunden haben sie die Menschenaffen und vielleicht noch andere Tiere.</p>



<p>Die Bonobos sind wegen ihres lockeren Umgangs mit Sex als »Hippie-Affen« berühmt geworden. Sie haben eine Stellung beim Sex erfunden, bei der sie einander anschauen können – eine Stellung, die auch von vielen Menschen bevorzugt wird. De Waal schlägt vor, sie Bonobostellung zu nennen und den früher üblichen Ausdruck dafür zu vergessen. In dieser Position sehen wir, genau wie die Bonobos, die Freude, die wir der körperlich geliebten Person bereiten, in deren Gesicht, und steigern unsere eigene Freude durch Mitfreude. Die Kölner nennen das »Spass an d‘r Freud«, und viele genießen sie auch am Aschermittwoch und später. Ich deute das Phänomen hier als eine glückliche Verbindung von körperlicher Liebe und Nächstenliebe. (…)</p>



<p class="has-text-align-center">***</p>



<p>Nächstenliebe habe ich hier definiert als&nbsp; eine starke positive Bindung von Menschen an die Menschen in ihrer Nähe; eine Kraft, die uns Menschen dazu bringt, gerne beieinander zu sein und anderen Menschen nicht aus dem Wege zu gehen. Zuweilen auch dazu, eigene Interessen hintenan­zustellen und sich zuerst darum zu kümmern, dass es der geliebten Person gut geht. In diesem Sinn bildet Nächstenliebe wohl die Philosophie zahlreicher dienstleistenden Berufe – in Gesundheitswesen, Pflege und Körperpflege, im Bildungswesen, in der Beratung und Rechtsberatung, in der Gastronomie. Tatsächlich? Liebt denn ein Arzt seinen Patienten, eine Rechtsanwältin ihre Klientin, eine Modeverkäuferin ihre Kundin? Das erscheint auf den ersten Blick übertrieben. Geht es da nicht zuerst um Routinen des Geldverdienens? Und doch gelten Freundlichkeit und Aufmerksamkeit als beste Praxis in allen Berufen, in denen direkt mit Kundinnen und Kunden, Patientinnen und Klienten gearbeitet wird. Man kann diese Umgangsformen erlernen und professionell vorspielen. Aber wahrscheinlich haben Dienstleister mehr Erfolg, wenn sie den Wunsch, der Kundin oder dem Patienten in einer bestimmten Situation zu helfen, ihr oder ihm etwas Gutes zu tun, zumindest minutenweise zum eigenen Hauptwunsch machen; wenn sie Freude daran haben, einen anderen Menschen zu bedienen und so zu erfreuen. Das ist praktizierte Nächstenliebe. Und die Tür, die uns dort hinführt, ist, so so haben es die meisten Experten beschrieben, die Empathie: unsere Fähigkeit, uns in andere Menschen hineinzuversetzen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p><a href="#_ftnref1" id="_ftn1">[1]</a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; E. Fromm: Die Kunst des Liebens (1956). Nach de.wikipedia.org: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Kunst_des_Liebens">Die Kunst des Liebens </a>(Stand Oktober 2025)</p>



<p><a href="#_ftnref2" id="_ftn2">[2]</a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zur Frage, wie Jesus Mensch und Gott zugleich sein konnte, u.a. Joachim Negel: Ein Mensch schlechthin. Publik-Forum 14/2021, S. 35</p>



<p><a href="#_ftnref3" id="_ftn3">[3]</a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Meinrad Limbeck: Abschied vom Opfertod. Das Christentum neu denken. Ostfildern 2012/2018, S. 114</p>



<p><a href="#_ftnref4" id="_ftn4">[4]</a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; John Dominic Crossan: Der historische Jesus. München 1994, S. 554. Martin Karrer: Jesus Christus im Neuen Testament. Göttingen 1998, S. 266. Beide nach Wikipedia.de: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jesus_von_Nazaret">Jesus von Nazaret</a> (Stand Dezember 2020)</p>



<p><a href="#_ftnref5" id="_ftn5">[5]</a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; G. Sartory: Jesus von Nazareth. In: Die Großen, Bd. II, Zürich 1977, S. 241</p>



<p><a href="#_ftnref6" id="_ftn6">[6]</a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; E. Lohmeyer: Das Evangelium nach Matthäus. Göttingen 1962, S. 136f. Nach G. Sartory, S. 242</p>



<p><a href="#_ftnref7" id="_ftn7">[7]</a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; de.wikipedia.org: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Waffen_nieder!">Die Waffen nieder!</a> (Stand Oktober 2025)</p>



<p><a href="#_ftnref8" id="_ftn8">[8]</a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; de.wikipedia.org: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bertha_von_Suttner">Bertha von Suttner</a> (Stand Oktober 2025)</p>



<p><a href="#_ftnref9" id="_ftn9">[9]</a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Richard David Precht: Wer bin ich – und wenn ja, wie viele? Eine philosophische Reise. München 2007, S. 134f</p>



<p><a href="#_ftnref10" id="_ftn10">[10]</a> &nbsp;&nbsp; Der schrieb 1195: „Geschaffen ist der Mensch aus Staub, aus Lehm, aus Asche, und was nichtswürdiger ist: aus ekelerregendem Samen. Empfangen ist er in der Geilheit des Fleisches, in der Glut der Wollust, und was noch niedriger ist: im Sumpf der Sünde.“ (In: Über das Elend des menschlichen Daseins). Zitiert nach „Der Priester auf der Bettkante“. <a href="https://www.beobachter.ch/gesellschaft/r-wie-religion-der-priester-auf-der-bettkante">Beobachter.ch 4.1.2016</a></p>



<p><a href="#_ftnref11" id="_ftn11">[11]</a> &nbsp;&nbsp; Letzteres bei Nietzsche: „Auf dem Grunde aller dieser vornehmen Rassen ist das Raubthier, die prachtvolle nach Beute und Sieg lüstern schweifende blonde Bestie nicht zu verkennen…“ Jenseits von Gut und Böse, 1. Abhandlung, 11.</p>
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		<title>Erinnerung an die Bardin und Kämpferin Fasia Jansen in Oberhausen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jejko]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jun 2025 20:37:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am 3. Juni 2025 wurde in Oberhausen der erste FrauenOrt der Stadt feierlich eröffnet – gewidmet der Musikerin, Aktivistin und Antifaschistin Fasia Jansen. Die feierliche Enthüllung der Gedenktafel fand an der Kulturfabrik K14 statt, wo sie vor Jahrzehnten selber wirkte und wo ab sofort eine Infotafel an das Leben und Wirken dieser außergewöhnlichen Frau erinnert. &#8230; <a href="https://jejko.de/erinnerung-an-die-bardin-und-kaempferin-fasia-jansen-in-oberhausen/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Erinnerung an die Bardin und Kämpferin Fasia Jansen in Oberhausen“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p>Am 3. Juni 2025 wurde in Oberhausen der erste FrauenOrt der Stadt feierlich eröffnet – gewidmet der Musikerin, Aktivistin und Antifaschistin Fasia Jansen. Die feierliche Enthüllung der Gedenktafel fand an der Kulturfabrik K14 statt, wo sie vor Jahrzehnten selber wirkte und wo ab sofort eine Infotafel an das Leben und Wirken dieser außergewöhnlichen Frau erinnert. Auf dem Foto zeigen sich von links: Dr. Sabine Meder, Kerstin Thust, Tamara Hengstermann, Martina Franzke, Claudia Butta, Monika Willimzig.</p>



<span id="more-1548"></span>



<p>Fasia Jansen wurde als Schwarze Deutsche in Hamburg geboren und war als Jugendliche Opfer des Naziegimes, wurde zwangsweise medizinisch behandelt und zur Arbeit in einer Außenlagerküche des KZ Neuengamme verpflichtet. Sie überlebte nur knapp – doch eine Anerkennung als Verfolgte des Naziregimes blieb ihr in der BRD zeitlebens verwehrt. Dennoch entwickelte Fasia Jansen eine beeindruckende künstlerische und politische Kraft. Sie begann, Lieder des Widerstands zu schreiben – zunächst für die Ostermärsche der Friedensbewegung. Bekannt wurde das mitreißende Lied »Verbrannte Erde«: <em>„Feuer! Vorsicht, man legt Feuer! / Ein Atomminengürtel wird geplant. / Geht auf die Straße und ruft alle: Feuer! / Feuer! Unsre Erde wird verbrannt!“</em></p>



<p>Sie wurde bundesweit bekannt für ihre Auftritte bei Streiks, Demonstrationen und politischen Aktionen. Ihr Engagement galt dem Frieden, der Menschenwürde, der Gleichstellung und dem Kampf gegen Faschismus. Der Musiker Michael Zachcial ließ mit Stimme und Ukulele ihre Skiffle-Version des Bob-Dylan-Songs „Blowin‘ in the wind“ erklingen und ihre deutsche Umdichtung von Pete Seegers Kampflied „We Shall Not Be Moved“: „Keiner, ja, keiner schiebt uns weg! / So wie ein Baum beständig steht am Wasser: / Keiner schiebt uns weg!“ Später auf der Straße intonierten die anwesenden »Omas gegen Rechts« die aktuelle Umdichtung: „Keiner, ja, keiner wählt hier rechts!“ Fasias widerständiger Geist lebt.</p>



<p>Für ihr Wirken wurde sie 1991 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet – stellvertretend für die gesamte Friedensbewegung – und 1997 mit der Ehrennadel der Stadt Oberhausen. Im vergangenen Jahr haben die <a href="https://muelheim-essen-oberhausen.dgb.de/themen/++co++3002afe6-15d5-11e1-6a7f-00188b4dc422">DGB-Frauen Mülheim-Essen-Oberhausen</a> den Antrag gestellt, sie im Rahmen des Projekts <a href="https://www.frauenorte-nrw.de/">FrauenOrte NRW</a> zu ehren, das der <a href="https://www.frauenrat-nrw.de/">FrauenRat NRW</a> betreibt. Die Freude war groß, dass Fasia in den Kreis der 57 dort geehrten Frauenpersönlichkeiten aufgenommen wird. DGB-Frau Tamara Hengstermann erinnert sich:</p>



<p>„Wir haben uns riesig gefreut, dass unser Vorschlag ausgewählt wurde. Fasia Jansen hat uns als Gewerkschaftsfrauen tief geprägt – viele erinnern sich noch lebhaft an ihre Auftritte bei Streiks und Demos. Es ist eine große Ehre, dass sie nun diese verdiente Würdigung erhält.“</p>



<p>Die <a href="https://www.fasia-jansen-stiftung-ev.de/">Fasia-Jansen-Stiftung</a> und die <a href="https://fasiajansengesamtschule.de/">Fasia-Jansen-Gesamtschule</a> wurden als Kooperationspartner gewonnen. In enger Zusammenarbeit entstanden über mehrere Monate hinweg Materialien und das Programm zur feierlichen Eröffnung am 3. Juni. Ulli Langenbrick führte elegant durch den Abend, es sprachen unter anderem Monika Willimzig vom FrauenRat NRW, Bürgermeister Werner Nakot sowie Vertreterinnen und Vertreter der drei Träger-Organisationen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://jejko.de/wp-content/uploads/2025/06/Tanz-Schuelerinnen-Fasia-Jansen-Gesamtschule-k.jpg" alt="" class="wp-image-1552" srcset="https://jejko.de/wp-content/uploads/2025/06/Tanz-Schuelerinnen-Fasia-Jansen-Gesamtschule-k.jpg 1024w, https://jejko.de/wp-content/uploads/2025/06/Tanz-Schuelerinnen-Fasia-Jansen-Gesamtschule-k-300x200.jpg 300w, https://jejko.de/wp-content/uploads/2025/06/Tanz-Schuelerinnen-Fasia-Jansen-Gesamtschule-k-150x100.jpg 150w, https://jejko.de/wp-content/uploads/2025/06/Tanz-Schuelerinnen-Fasia-Jansen-Gesamtschule-k-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /></figure>



<p>Schülerinnen der Afrobeat-Tanz-AG der Fasia-Jansen-Gesamtschule tanzten zur Eröffnung auf. Der Rapper Efdal Nas beeindruckte das Publikum tief mit seinem eigens komponierten „Fasia Rap“, der es schafft, zentrale Fragen, die Fasias Leben in Deutschland bestimmten, in die heutige Zeit zu übersetzen. Die neue Gedenktafel am K14 lässt ein Ort der Erinnerung und der Inspiration für alle entstehen.</p>



<p>Ein <a href="https://fasia-jansen-festival.de">Fasia-Jansen-Festival in Oberhausen</a> begleitete das Ereignis. </p>
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		<title>Leerstand</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jejko]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Feb 2020 09:16:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[2018 arbeitete ich in einer Werbeagentur in #Minden. Als ich mich in der Stadt an der Weser umsah, fiel mir der katastrophale Leerstand in der dortigen Simeonstraße auf, die vom Marktplatz nach Süden führt: Damals zählte ich auf dieser rund 400 m langen Straße 29 leer stehende Laden- und Gastlokale, darunter ein komplettes ehemaliges Einkaufszentrum. &#8230; <a href="https://jejko.de/leerstand/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Leerstand“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" data-id="414" src="https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/07/P1140879.jpg" alt="" class="wp-image-414" srcset="https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/07/P1140879.jpg 1024w, https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/07/P1140879-300x225.jpg 300w, https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/07/P1140879-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /></figure>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="417" src="https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/07/P1140893.jpg" alt="" class="wp-image-417" srcset="https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/07/P1140893.jpg 1024w, https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/07/P1140893-300x225.jpg 300w, https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/07/P1140893-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption class="wp-element-caption">Minden, Simeonstraße (2018)</figcaption></figure>
</figure>



<p>2018 arbeitete ich in einer Werbeagentur in #<a href="http://jejko.de/minden">Minden</a>. Als ich mich in der Stadt an der Weser umsah, fiel mir der katastrophale Leerstand in der dortigen Simeonstraße auf, die vom Marktplatz nach Süden führt: Damals zählte ich auf dieser rund 400 m langen Straße 29 leer stehende Laden- und Gastlokale, darunter ein komplettes ehemaliges Einkaufszentrum. Deprimierend! Doch das muss nicht so bleiben.</p>



<span id="more-246"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Zehn Thesen über den Leerstand</h2>



<ol class="wp-block-list">
<li>Für den Einzelhandel werden die Flächen nicht mehr benötigt, wegen der Einkaufszentren auf der ehemals grünen, jetzt grauen Wiese und wegen des Online-Handels.</li>



<li>Die Hausbesitzer müssen also lernen: Es bringt nichts, weiter auf Einzelhandelsmieter zu hoffen. Dieser Zug ist abgefahren.</li>



<li>Viele Hausbesitzer sind inzwischen &#8211; Coronakrise! &#8211; tatsächlich so weit, dass sie das lernen. Bei einer <a href="https://www.polytechnische.de/termine-2020-1/23032021-innenstaedte-in-der-krise-neues-leben-nach-dem-leerstand/">Diskussion am 23.3.2021</a> sagte Tobias Sauerbier, Vorstand des Immobilienkonzerns SIGNA: Investoren sehen ein, dass mischgenutzte Objekte besser laufen als reine Shopping-Center, auch wenn das Management dafür aufwändiger ist.</li>



<li>Mischnutzung ist das neue Zauberwort. Hilmar v. Lojewski, Stadtentwickler beim Deutschen Städtetag, sagte am 23.3.2021: Mischstrukturen sind resilient und krisenfest. Dafür sind flexiblere (und das heißt: teilweise niedrige) Mieten nötig. Ähnlich äußerte sich die Aachener Baustadträtin Frauke Burgdorff bei einer <a href="https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw02-pa-bau-innenstaedte-813362">Bundestagsanhörung</a> am 13.1.2021.</li>



<li>Wer aber braucht zusätzliche Flächen in den Innenstädten? Für wen könnten Ladenlokale ohne große Umbauten geeignet sein? Für Zivilgesellschaft und Kulturleben: Vereine, Chöre, Musik- und Tanzschulen, Künstlerinnen, Fotografen, Musikerinnen, Theater- und Filmemacher; außerdem private Sammler. Sie können sich in den Ladenlokalen treffen, proben, ihre Arbeit, ihre Werke, ihre besten Stücke im Schaufenster präsentieren. In den Lagerräumen können sie Akten, Bücher und Ausrüstungen unterbringen.</li>



<li>Dazu kommen als mögliche Nutzer kleine Unternehmen der Kultur-, Werbe- und Internet-Wirtschaft und deren Netzwerke, die ebenfalls Schaufenster für Präsentationen nutzen können.</li>



<li>Viele dieser Interessenten können praktisch keine Ladenmieten bezahlen. Die Hausbesitzer haben trotzdem Vorteile: Sie bekommen sonst verlorene Nebenkosten zurück; die Substanz ihrer Erdgeschosse wird gepflegt und das Image ihrer Häuser verbessert sich, wenn im Erdgeschoss nicht mehr staubige Ödnis gähnt, sondern das bunte Leben schillert. Das wirkt sich positiv auf die Marktlage für Wohnungen im 1. bis 6. Stock aus.</li>



<li>Gegenüber einem Umbau der Erdgeschosse zu Wohnungen oder zu geschlossenen Büros hat die beschriebene Nutzung viele Vorteile: Die Erdgeschosse bleiben öffentliche, belebte Orte auch am Abend, was vor allem für die benachbarte Gastronomie von Nutzen ist; Nutzungskonflikte mit Mietern werden verringert; die Citylagen behalten ihren urbanen Charakter.</li>



<li>Aber wie kriegt eine Stadt das hin? Wie organisiert man das? Gibt es Synergien mit dem städtischen Ziel, eine vielfältige Struktur aus Gastronomie und Einzelhandel zu fördern? Dazu habe ich Ideen, die ich nur telefonisch verrate (02403/ 8079 009).</li>



<li>Ich würde mich freuen, ein solches Projekt auf vielfältige Weise zu unterstützen: bei der Markenfindung für das Konzept (Name, Logo, Claim), beim Storytelling für Projektskizzen, beim Direktmarketing, beim Aufbau der Website und einer Social-Media-Kampagne, bei der Redaktion von Präsentationen (meine Spezialität: <a href="https://wortmacht.blogspot.com/2017/11/gute-satze-1-geschwurbel-eines.html">Geschwurbel in lebendiges Deutsch übersetzen</a>), beim Erstellen eines Katalogs mit dem Gesamtprogramm aller Akteure, in der PR-Arbeit. </li>
</ol>
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		<title>Stadtentwicklung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jejko]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Feb 2020 16:19:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Branchen]]></category>
		<category><![CDATA[Komplexes]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Teilhabe]]></category>
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					<description><![CDATA[Für die Sennestadt GmbH, eine Stadtentwicklungsgesellschaft, doku­mentierte ich 2016 eine Fachtagungswoche in #Bielefeld-Sennestadt. Die vierjährige Arbeit der Sanierungsmanager Thorsten Försterling und Heike Böhmer habe ich 2018 auf einer Art Stadtplan zusammengefasst. Das war ein ziemlich *komplexer Prozess. Ähnlich auch die Regionalentwicklung in #Nordlippe, die ich im gleichen Jahr komprimiert dargestellt habe. Dorfentwicklung war das zentrale &#8230; <a href="https://jejko.de/stadtentwicklung/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Stadtentwicklung“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Für die Sennestadt GmbH, eine Stadtentwicklungsgesellschaft, doku­mentierte ich 2016 eine Fachtagungswoche in #<a href="https://jejko.de/bielefeld-sennestadt/">Bielefeld-Sennestadt</a>. Die vierjährige Arbeit der <a href="http://www.sennestadt-sanierungsmanagement.de/wirfuersie.html">Sanierungsmanager Thorsten Försterling und Heike Böhmer</a> habe ich 2018 auf einer Art Stadtplan zusammengefasst. </p>



<p>Das war ein ziemlich *<a href="https://jejko.de/komplexes/">komplexer Prozess</a>. Ähnlich auch die <strong>Regionalentwicklung</strong> in #<a href="http://jejko.de/nordlippe">Nordlippe</a>, die ich im gleichen Jahr komprimiert dargestellt habe. <strong>Dorfentwicklung</strong> war das zentrale Thema des 2018 erschienenen &#8222;Magazins für dörfliche Praxis&#8220; über das Mitmacherdorf Osterwald in #<a href="http://jejko.de/salzhemmendorf">Salzhemmendorf</a> (#<a href="http://jejko.de/inklusion">Inklusion</a>).</p>
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		<title>Soziale Verantwortung</title>
		<link>https://jejko.de/soziale-verantwortung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jejko]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Feb 2020 16:16:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Werte]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich war oder bin Mitglied in rund 20 sozial engagierten Vereinen: im Bund für #Umwelt und #Naturschutz Deutsch­land (BUND, aktiv), im Komitee für Frieden, Abrüstung und Zusammenarbeit (aktiv, #Pazifismus), im Mentor Die Leselernhelfer e. V. (aktiv, #Pädagogik), im #Naturwissenschaftlichen Verein für Bielefeld und Umgegend (aktiv), im Terre des Hommes e. V. (Spender), im #Texterverband (aktiv), &#8230; <a href="https://jejko.de/soziale-verantwortung/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Soziale Verantwortung“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich war oder bin Mitglied in rund 20 sozial engagierten Vereinen: im Bund für #<a href="http://jejko.de/umweltschutz">Umwelt</a> und #<a href="http://jejko.de/naturschutz">Naturschutz</a> Deutsch­land (BUND, aktiv), </p>



<span id="more-142"></span>



<p>im Komitee für Frieden, Abrüstung und Zusammenarbeit (aktiv, #<a href="https://jejko.de/pazifismus/">Pazifismus</a>), im Mentor Die Leselernhelfer e. V. (aktiv, #<a href="https://jejko.de/paedagogik/">Pädagogik</a>), im #Naturwissenschaftlichen Verein für Bielefeld und Umgegend (aktiv), im Terre des Hommes e. V. (Spender), im #Texterverband (aktiv), in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Anti­faschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA, aktiv), in der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di), im Verkehrsclub Deutschland (VCD, aktiv, #<a href="http://jejko.de/mobilitaet">Mobilität</a>), im Welthaus Bielefeld e. V., in der #<a href="http://jejko.de/wikipedia">Wikipedia</a> (aktiv).  </p>



<p>2012 habe ich gemeinsam mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gerd_Bosbach">Gerd Bosbach</a> den Beitrag „<strong>Altersarmut</strong> in einem reichen Land. Zur Logik eines scheinbaren Widerspruchs“ geschrieben. Er erschien im Band „<a href="https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wissenschaft/politikwissenschaft/armut_im_alter-4262.html">Armut im Alter</a>“, herausgegeben von Christoph Butterwegge u.a., erschienen im Campus Verlag. </p>



<p>2016 habe ich für meinen Kunden, das <a href="http://www.soziale-architektur.de">Büro für <strong>Soziale Architektur</strong></a>, ein Interview erstellt, in dem die Architektin Elke Alberts und der Architekt Thorsten Försterling ihre Prinzipien der sozialen Architektur erläutern.</p>



<p>2018 habe ich für die <a href="http://www.diakonie-himmelsthuer.de">Diakonie Himmelsthür</a> in einem &#8222;Magazin für dörfliche Praxis&#8220; #<strong><a href="http://jejko.de/inklusion">Inklusionsprojekte</a></strong> in #<a href="http://jejko.de/salzhemmendorf">Salzhemmendorf</a> vorgestellt, und zwar überwiegend in Form von #<a href="http://jejko.de/interviews">Interviews</a>. </p>
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		<title>Pazifismus</title>
		<link>https://jejko.de/pazifismus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jejko]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Feb 2020 15:29:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Student war ich etwa von 1980 bis 1986 in der #Aachener Friedensbewegung aktiv. Wir wollten damals in einer Periode des Kalten Krieges zwischen USA und Sowjetunion die Stationierung neuer Atomraketen verhindern, die, so sagten wir, die Gefahr eines Atomkriegs vergrößerten. Wie Recht wir damit hatten, wurde erst viele Jahre später aufgedeckt: Stanislaw J. Petrow, &#8230; <a href="https://jejko.de/pazifismus/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Pazifismus“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="697" src="https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/02/1982_Ostermarsch1-1024x697.jpg" alt="" class="wp-image-127" srcset="https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/02/1982_Ostermarsch1-1024x697.jpg 1024w, https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/02/1982_Ostermarsch1-300x204.jpg 300w, https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/02/1982_Ostermarsch1-768x523.jpg 768w, https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/02/1982_Ostermarsch1-1536x1045.jpg 1536w, https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/02/1982_Ostermarsch1-2048x1394.jpg 2048w, https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/02/1982_Ostermarsch1-1200x817.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption class="wp-element-caption">Korff on the road, Ostermarsch 1982 bei Wegberg, mit Freundin U. (Foto: Lustenberger 1982, veröffentlicht in Arbeiterfotografie 1982)</figcaption></figure>



<p>Als Student war ich etwa von 1980 bis 1986 in der #<a href="https://jejko.de/aachen/">Aachener</a> Friedensbewegung aktiv. Wir wollten damals in einer Periode des Kalten Krieges zwischen USA und Sowjetunion die Stationierung neuer Atomraketen verhindern, die, so sagten wir, die Gefahr eines Atomkriegs vergrößerten. Wie Recht wir damit hatten, wurde erst viele Jahre später aufgedeckt: </p>



<span id="more-125"></span>



<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stanislaw_Jewgrafowitsch_Petrow">Stanislaw J. Petrow</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Able_Archer_83">Able Archer 83</a>.&nbsp; </p>



<p>1982 habe ich in der Friedensbewegung meine ersten werbewirksamen Texte verfasst: darunter ein Flugblatt, das eine Atombombenexplosion über Aachen simulierte. Es war Bestandteil einer multimedialen Präsentation, zusammen mit einer Tonbandaufnahme und einem Die-in auf der Straße. </p>



<p>Oktober 2006 habe ich anlässlich des 25. Jahrestages der Bonner Großdemonstration für eine Reportage in der &#8222;tageszeitung&#8220; rund zehn Zeitzeuginnen und -zeugen der Aachener Friedensbewegung interviewt. </p>



<p>2011 habe ich den Wikipedia-Artikel „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Friedensdemonstration_im_Bonner_Hofgarten_1981">Friedensdemonstration im Bonner Hofgarten 1981</a>“ stark ausgebaut. Am 10. Oktober 2011, dem 30. Jahrestag der Demo, war dieser Artikel Wikipedia-Artikel des Tages.</p>



<p>2013 habe ich in *<a href="https://jejko.de/bonn/">Bonn</a> ein „Veteranentreffen“ von ehemaligen Aktivisten der Friedensbewegung veranstaltet. Dazu das Weblog <a href="http://friedenstauben1983.blogspot.com">Friedenstauben1983</a>. </p>



<p>2014 wurde ich vom Bielefelder Kanal21 <a href="https://www.kanal-21.tv/sendungen/ehemalige-formate/im-profil/im-profil-jens-juergen-korff-friedensaktivist">als Zeitzeuge der Friedensbewegung interviewt</a>. Der Film ist noch online. </p>



<p>2015 durfte ich als &#8222;Friedensveteran&#8220; in einem WDR-<a href="https://www.ardmediathek.de/video/strasse-der-macht-die-adenauerallee-in-bonn/wdr-fernsehen/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWNlN2JiOGJmLTI1NTQtNGRkNC05ODcyLTdlY2ZkMjM3MDJlYw/">Fernsehbeitrag über die Adenauerallee in Bonn</a> auftreten, der 2021 wiederholt wurde. In Minute 30-33 geht es um die Friedensdemos im Bonner Hofgarten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="769" src="https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/02/Champagner-fuer-1024x769.jpg" alt="" class="wp-image-1468" srcset="https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/02/Champagner-fuer-1024x769.jpg 1024w, https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/02/Champagner-fuer-300x225.jpg 300w, https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/02/Champagner-fuer-150x113.jpg 150w, https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/02/Champagner-fuer-768x577.jpg 768w, https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/02/Champagner-fuer-1536x1154.jpg 1536w, https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/02/Champagner-fuer-1200x902.jpg 1200w, https://jejko.de/wp-content/uploads/2020/02/Champagner-fuer.jpg 1544w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /></figure>



<p>Februar 2024 bin ich mit diesem Schild auf eine &#8222;Friedensdemo&#8220; in #<a href="https://jejko.de/bielefeld/" data-type="post" data-id="51">Bielefeld</a> gegangen, zum 2. Jahrestag des Kriegsausbruchs Russland/Ukraine. Das war ein sehr seltsames Erlebnis, denn viele andere Demonstranten hatten Transparente, auf denen die Fähigkeit von Taurus-Raketen gelobt wurde, tief im russischen Territorium Menschen zu töten. Am Rathaus angekommen, sangen junge Ukrainerinnen und Ukrainer ein Lied zum Ruhm und zur Ehre der Soldaten (ich hab&#8217;s mir übersetzen lassen). Anschließend wurde John Lennons Hymne &#8222;Imagine&#8220; gesungen. Durch diese absurde Konstellation ist mir das Lied auf einmal verleidet.</p>



<p>Was meine ich mit meiner Parole? Ich fordere, dass EU-Europa, vor allem Finnland und Polen, die Grenzen öffnet für russische Deserteure und Kriegsdienstflüchtlinge, und dass diese Menschen als Vorkämpfer der Humanität geehrt, belohnt und geschützt werden. Mit einem Bruchteil der Mittel, die ein Waffensystem kostet, könnte ein Vielfaches der Wirkung erzielt werden. Denn die Achillesferse der russischen Generäle ist die Knappheit an rekrutierbaren Soldaten. Wir müssen dringend dafür sorgen, dass sie noch knapper werden. Dafür müssen als erstes alle Kriegsdienstflüchtlinge aus Georgien und Kasachstan in Sicherheit gebracht werden.</p>



<p>Pazifismus muss und kann sich in der Praxis bewähren.</p>
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		<title>Pädagogik</title>
		<link>https://jejko.de/paedagogik/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jejko]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Feb 2020 15:25:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fertigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum Lehrerberuf habe ich trotz meiner bildungsaffinen Interessen frühzeitig und aus guten Gründen Abstand gehalten. Allerdings hatte ich zeitlebens viele persönliche Kontakte zu Lehrerinnen und Lehrern, nicht zuletzt meine Schwester Birke Korff war Lehrerin. 2006 begann ich jedoch, Praktika in meinem Texterbüro anzubieten, zunächst für einschlägige Studentinnen und -ten, dann auch für Schülerinnen und Schüler. &#8230; <a href="https://jejko.de/paedagogik/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Pädagogik“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Zum Lehrerberuf habe ich trotz meiner bildungsaffinen Interessen frühzeitig und aus guten Gründen Abstand gehalten. Allerdings hatte ich zeitlebens viele persönliche Kontakte zu Lehrerinnen und Lehrern, </p>



<span id="more-123"></span>



<p>nicht zuletzt meine Schwester Birke Korff war Lehrerin. 2006 begann ich jedoch, Praktika in meinem Texterbüro anzubieten, zunächst für einschlägige Studentinnen und -ten, dann auch für Schülerinnen und Schüler. Später kamen Praktika beim *<a href="http://jejko.de/umweltschutz">BUND</a> hinzu, die ich als Vorstand der BUND-Regionalgruppe Ostwestfalen-Lippe organisiert habe. Fast alle Praktikantinnen und Praktikanten haben die Vielfalt der Aufgaben gelobt, die ich ihnen gestellt habe, meine hilfreichen Rückmeldungen und die interessanten Anregungen. Als Mitglied des Vereins <a href="http://www.mentor-bundesverband.de/">Mentor &#8211; Die Leselernhelfer</a> setze ich mich dafür ein, dass Kinder Hilfe bekommen, wenn sie Schwierigkeiten mit dem Lesenlernen haben. Damit Gorki und Goncourt auch in 30 Jahren noch gelesen werden.</p>
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		<item>
		<title>Inklusion</title>
		<link>https://jejko.de/inklusion/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jejko]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Feb 2020 15:09:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[2018 gab die Diakonie Himmelsthür ein neuartiges „Magazin für dörfliche Praxis“ mit dem Titel „Ort und Stelle: Osterwald taucht auf“ heraus. Osterwald ist ein bemerkenswertes Dorf in Niedersachsen, Teil des Fleckens #Salzhemmendorf im Kreis Hameln-Pyrmont. Die 1200 Osterwalde­rinnen und Osterwalder sind Experten fürs Selbermachen: Organisiert in 24 Vereinen und einigen weiteren Initiativen nehmen sie fast &#8230; <a href="https://jejko.de/inklusion/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Inklusion“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p> 2018 gab die <a href="https://www.diakonie-himmelsthuer.de/">Diakonie Himmelsthür</a> ein neuartiges „Magazin für dörfliche Praxis“ mit dem Titel „Ort und Stelle: Osterwald taucht auf“ heraus. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Osterwald_(Salzhemmendorf)">Osterwald</a> ist ein bemerkenswertes Dorf in Niedersachsen, </p>



<span id="more-115"></span>



<p>Teil des Fleckens #<a href="http://jejko.de/salzhemmendorf">Salzhemmendorf</a> im Kreis Hameln-Pyrmont. Die 1200 Osterwalde­rinnen und Osterwalder sind Experten fürs Selbermachen: Organisiert in 24 Vereinen und einigen weiteren Initiativen nehmen sie fast alles, was für die Dorfgemeinschaft getan werden muss, selbst in die Hand: vom Freibad über Freilufttheater, Grillhütte, Besucherbergwerk, Dorffesten bis zur Kulturgaststätte. Zugleich ist das Dorf mit dem Emil-Isermeyer-Haus der Diakonie Himmelsthür ein Musterbeispiel für Inklusion. Das Magazin beleuchtet alle diese Aspekte der #<a href="http://jejko.de/teilhabe">Teilhabe</a> in 34 Interviews und Reportagen (Berichte in <a href="https://www.dewezet.de/region/weserbergland/coppenbruegge-salzhemmendorf_artikel,-osterwald-taucht-auf-_arid,2462035.html">DeWeZet</a> und <a href="https://www.soziale-architektur.de/artikel-details/magazin-osterwald-taucht-auf.html">Soziale Architektur</a>). #<a href="http://jejko.de/interviews">Interviews</a> und #<a href="http://jejko.de/textredaktion">Textredaktion</a> besorgte ich gemeinsam mit dem Innovationsmanager Thorsten Försterling, dem Pädagogen Marc Wübbenhorst (<a href="http://www.alberts-architekten.de">Alberts Architekten</a>) und dem Fotografen <a href="http://foto-wehowsky.de">Peter Wehowsky</a>. </p>
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		<title>Warum Männer an den Zufall und Frauen ans Schicksal glauben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jejko]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Nov 2013 22:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Korffs gekräuselte Chronik]]></category>
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					<description><![CDATA[Das ist kein Zufall, sondern hängt unmittelbar mit den traditionellen Geschlechterrollen zusammen, die für Männer und Frauen vorgesehen sind. Den Männern bringen ihre Eltern und der Rest der Gesellschaft traditionell bei, dass es ihre Aufgabe sei, ihren eigenen Weg zu finden und zu gehen, ihr Glück zu machen. Zu machen, wohlgemerkt. Den Frauen brachten (und &#8230; <a href="https://jejko.de/warum-maenner-an-den-zufall-und-frauen-ans-schicksal-glauben/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Warum Männer an den Zufall und Frauen ans Schicksal glauben“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p>Das ist kein Zufall, sondern hängt unmittelbar mit den traditionellen <a href="http://jejko.de/tag/soziales/">Geschlechterrollen</a> zusammen, die für Männer und Frauen vorgesehen sind. Den Männern bringen ihre Eltern und der Rest der Gesellschaft traditionell bei, dass es ihre Aufgabe sei, ihren eigenen Weg zu finden und zu gehen, ihr <a href="http://jejko.de/tag/psychologie/">Glück</a> zu machen. Zu <em>machen, </em>wohlgemerkt. Den Frauen brachten (und bringen anscheinand noch immer) ihre Eltern und der Rest der Gesellschaft bei, dass es ihre Rolle sei, sich für einen Mann bereit zu machen und ihr Glück zu finden. Nicht zu machen, sondern zu <em>finden.</em></p>



<span id="more-1152"></span>



<p>Nun haben Männer das Problem, dass die traditionelle Erwartung sie tendenziell überfordert. Ihre Projekte scheitern häufig, weil etwas schief gegangen ist. Das bringt sie in Erklärungsnot. Wenn sie wirklich ihres eigenen Glückes Schmied wären, wären sie selbst schuld an jedem Scheitern. Sie hätten versagt, sie wären Versager. In dieser Situation bringt das <a href="http://jejko.de/tag/philosophie/">Konzept</a> des Zufalls den Männern Entlastung: Nein, sie waren nicht schuld; der Zufall war schuld! Eine Verkettung unglücklicher Umstände hat ihren tollen Plan vereitelt.</p>



<p>Frauen, die auf den Prinzen warten, der sie in sein Schloss mitnimmt, haben das Problem, dass es viel mehr gewöhnliche Frauen gibt als Prinzen und Schlösser. Die meisten werden also keinen Prinzen finden und stattdessen mit dem Koch oder dem Kutscher Vorlieb nehmen müssen. Wer ist dann schuld? Der Zufall? Die Vorstellung, dass die Frau nur an einem anderen Tag hätte auszugehen brauchen oder in ein anderes Etablissement oder ein bisschen anders hätte winken müssen, den Prinzen also nur haarscharf verpasst zu haben, ist sehr frustrierend. Entlastung verschafft ihnen aber das Konzept des Schicksals oder der Bestimmung. Wenn es ihr Schicksal war, das sie am Prinzen vorbei und zum Kutscher geführt hat, dann konnte sie halt nichts machen.</p>
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		<title>Das Gute, das Schlechte und das Böse</title>
		<link>https://jejko.de/das-gute-das-schlechte-und-das-boese/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jejko]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 May 2012 21:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Korffs gekräuselte Chronik]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Was ist eigentlich das Gute, was ist das Schlechte und was ist das Böse? Einerseits wissen wir spontan meist sehr schnell, was gut und was schlecht ist (den Unterschied zwischen dem Schlechten und dem Bösen lasse ich einstweilen beiseite) – andererseits ist es sehr schwer, die Kriterien abstrakt zu benennen, nach denen wir diese Urteile &#8230; <a href="https://jejko.de/das-gute-das-schlechte-und-das-boese/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Das Gute, das Schlechte und das Böse“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p>Was ist eigentlich das Gute, was ist das Schlechte und was ist das Böse?</p>



<p>Einerseits wissen wir spontan meist sehr schnell, was gut und was schlecht ist (den Unterschied zwischen dem Schlechten und dem Bösen lasse ich einstweilen beiseite) – andererseits ist es sehr schwer, die <a href="http://jejko.de/tag/philosophie/">Kriterien</a> abstrakt zu benennen, nach denen wir diese Urteile fällen.</p>



<span id="more-1148"></span>



<p>Wenn ich es versuche, gehe ich davon aus, dass es den meisten von uns nicht möglich ist, mehr als ein paar Minuten lang davon abzusehen, dass wir <a href="http://jejko.de/tag/natur/">Lebewesen</a> sind, dass wir als Menschen auf der Erde leben und dass wir als Menschen in der <a href="http://jejko.de/tag/soziales/">Gesellschaft </a>mit anderen Menschen leben. Allenfalls in Form eines Gedankenspiels können wir minutenlang von diesen Tatsachen absehen und uns vielleicht in die Rolle eines Außerirdischen versetzen, der ohne innere Anteilnahme die Verhältnisse auf der Erde und unter den Menschen betrachtet. Daraus folgt aber: Die Maßstäbe für das Gute und das Schlechte, die wir anwenden, und die uns im Einzelfall zumindest spontan so selbstverständlich zu sein scheinen, müssen wir wohl aus den drei genannten Umständen ableiten: daraus, dass wir Lebewesen auf der Erde sind, dass wir der Gattung Mensch angehören und als Menschen in der Gesellschaft mit anderen Menschen leben.</p>



<p>Gut wäre demnach alles, was das Leben als Ganzes, das Leben der Menschen und das Leben der Menschen in Gesellschaft mit anderen Menschen fördert und schützt; schlecht wäre alles, was dem Leben insgesamt, dem Leben der Menschen auf der Erde oder dem Leben von Menschen innerhalb der Gesellschaft mit anderen Menschen schadet; und böse wäre das zum bewussten Willen eines Menschen gewordene Schlechte. Also ein Mensch, der sich bewusst entschieden hat, immer wieder schlechte Dinge zu tun und das Schlechte anzustreben, wäre demnach böse.</p>



<p>Hier folge ich einem Konzept des <a href="http://jejko.de/tag/psychologie/">Sozialpsychologen</a> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Fromm">Erich Fromm</a>. Fromm hat 1973 in dem Werk <em>&#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Anatomie_der_menschlichen_Destruktivit%C3%A4t">Anatomie der menschlichen Destruktivität</a>&#8220; </em>untersucht, welche Motive Menschen destruktiv werden lassen. Er findet dort eine ganze Reihe von Motiven. Am &#8222;klinischen Fall&#8220; Adolf Hitler diagnostiziert er einen nekrophilen, also Leichen liebenden Charakter. Fromm findet in Hitlers Wortwahl und alltäglichem Verhalten Hinweise darauf, dass er eine Vorliebe für Leichen, für tote Menschen hatte. Das Gegenstück dazu ist bei Fromm der biophile Charakter, also die Liebe zum Leben und zu allem Lebendigen, zu Lebewesen an sich.</p>
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