KI, übernehmen Sie!

Statt wie Kaninchen auf die kluge (oder doofe) Schlange KI zu starren, könnten wir als kreative Menschen auch überlegen, wofür die Künstliche Intelligenz (oder allgemeiner die Informationstechnik, die IT) nützlich sein könnte und sollte. Hier schon mal ein paar Vorschläge meinerseits, alphabetisch nach Aufgabengebieten geordnet. Bitte ergänze deine Vorschläge per Kommentar.

Arbeitszeiterfassung für Freiberufler: Die App merkt, wenn ich nicht mehr am eingestellten Projekt arbeite, sondern abgeschweift bin und z. B. einen Wikipedia-Artikel korrigiere. Jejko

Altenpflege, Krankenpflege: In Krankenzimmern, Altenheimzimmern, Arztpraxen usw., wo Menschen oft im Bett oder Liegestuhl liegen und bislang an die weiße Decke starren, wird eine Deckenprojektion von Mandalas, Gemälden, Dias u. ä. montiert. Die Projektoren sind entweder an der Wand befestigt, und die KI rechnet die Verzerrung der Schrägprojektion heraus, oder sie hängen wie Lampen an der Decke. Die Motive können mechanisch-analog als Diapositive eingeschoben werden oder digital über einen Beamer-Bildschirm. (Uta Christeleit und Jejko)

Autoverkehr, siehe Individualverkehr

Fotos: App durschsucht sie per Mustererkennung und etikettiert sie nach Motiven, z. B. Wanderwegen, Brücken, Wald, Bächen, Bäumen, Fachwerkhäusern, Ladenlokalen. Kombinierte Suchen, z. B. nach Wanderwegen im Kaufunger Wald, Kirchen in Kassel, Wanderwegen mit Bach. Jejko

Gesundheits-App im Handy merkt (anhand eines Bewegungsmusters), wenn ich Fahrrad fahre. Oder über einen am Fahrrad angebrachten Signalsender.

Individualverkehr: In allen Großstädten gibt es statt Autos autonom gesteuerte, normierte Kabinentaxis. Man ruft sie wie ein Taxi, sie fahren vorm Haus vor und warten dort. Unterwegs schließen sie sich, um Platz zu sparen, zu kurzen Zügen zusammen. Die Fahrzeuge kommunizieren untereinander über ihre Fahrtziele und ordnen sich passend ein. In den Vororten gibt es zusätzlich teilautonome Autos, die Privatbesitz sind, aber für den optimalen Verkehrsfluss platzsparend genormt. Sie parken autonom in Tiefgaragen ein und fahren autonom zur Haustür vor, können dann aber selbst gesteuert werden. Jejko

Kundennummern, Kontonummern,Versicherungsnummern, Matrikelnummern usw. werden abgeschafft. Die befugte Person identifiziert sich im Dialog mit ihrem Namen, Geburtsort und Geburtsdatum. Diese werden, auch bei Überweisungen, mündlich eingegeben, wobei die Stimme zur Identifizierung dient, oder sind im Handy gespeichert. Den Rest erledigt die KI im Verbund mit der jeweiligen Datenbank. Jejko

Öffis: An der Bushaltestelle wird der nächste Bus angezeigt. Der abfahrende Bus löst die Anzeige des nächsten Busses aus (damit man weiß, dass der vorige schon weg ist). Am Zentralen Omnibushof (ZOB) gibt es eine große zentrale Anzeige für alle demnächst abfahrenden Busse, geordnet nach Abfahrszeit, so wie in den meisten Bahnhöfen auch. Die abfahrenden Busse lösen jeweils den Anzeigenwechsel zum nächsten Bus der Linie aus. Jede Minute wechselt die Ordnung, es wird nach Buslinien geordnet. Jejko

Peripheriegeräte, z. B. Lautsprecher und Kopfhörer fürs Handy, werden leicht identifizierbar, indem ich jedem Gerät beim Einrichten einen Namen gebe. Der Name erscheint auf einem Display des Geräts und beim Koppeln des Geräts in der Bluetooth-Liste. Beim erstmaligen Koppeln wird dort die Jahreszahl ergänzt. Jejko

Textdateien: App zum Durchsuchen nach Wortkombinationen und Personen, nach Themen (unter Berücksichtigung der Ordnernamen) und macht sie so recherchierbar. Sie legt ein Personen- und Sachregister über alle Textdateien hinweg an. Jejko

Türschlösser: Statt Schlüsseln hat jedes Türschloss ein Gerät, über das sich jede Befugte mit ihrer Stimme und einer Parole legitimieren kann. Das Schloss öffnet auf Zuruf der befugten Personen. Die Parole wechselt wöchentlich und auf Zuruf. Jede Befugte gibt beim Einrichten ein persönliches Begriffsfeld an, aus dem die Parolen genommen werden, je nach Wissensgebiet: Singvogelarten, Schreinerwerkzeuge, Fußballspieler von Waldhof Mannheim, Grammatikbegriffe, Gipfel der Allgäuer Alpen, Primzahlen zwischen 100 und 300, was weiß ich. Das erstmalige Einrichten einer befugten Person wird von einer anderen befugten Person, z. B. dem Vermieter oder Hausverwalter, gemeinsam mit der neuen Person vorge­nommen. Jejko

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