Chemnitz

Hausbemalung auf dem Brühl (Foto Korff 2019)

Die Industriestadt in Sachsen hieß noch Karl-Marx-Stadt, als ich sie 1981 zum ersten Mal besuchte.

Als Mitglied einer bildungspolitischen westdeutschen Exkursion war ich eine Woche in Oelsnitz/Erzgebirge südlich von Chemnitz untergebracht. In Karl-Marx-Stadt besuchten wir u.a. eine Polytechnische Oberschule und eine Wohnung im gerade frisch renovierten Brühl Boulevard. Ich staunte über die materialsparende Altbausanierung: Alle Strom- und Wasserleitungen verliefen in der sanierten Wohnung nach wie vor über Putz. Kaum Kacheln im Bad. Peinliches Schweigen im Lehrerzimmer der POS Ernst Schneller, als uns der Schuldirektor stolz seine Leutnants-Uniform präsentierte und behauptete, damit sei er 1968 in Prag eingesetzt gewesen, um die „Konterrevolution“ zu bekämpfen.

2019 war ich wieder in der Stadt und besuchte zwei befreundete Natur-#Fotografen, Conny und Ramon Dörr. Für das Aktionsbündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ war ich damals auch in der Stadt unterwegs und habe den örtlichen Aktiven geholfen, eine antirassistische Zeitung an die Haushalte zu verteilen.

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