Berlin

Hinterhof in Berlin-Kreuzberg (Foto Korff 2018)

Erst war sie die geteilte Stadt und Hauptstadt nur auf der anderen Seite, und dann insgesamt. Längere Aufenthalte in Berlin kann ich für 1971, 1982, 1986, 1991, 2007, 2014 und 2018 rekonstruieren. Darunter waren vier Arbeitsbesuche als Historiker und als Werbetexter.

1971, als Elfjähriger, habe ich zusammen mit meiner kleinen Schwester Birke meine Tante Heinke Jarczyk in West-Berlin besucht. Wir waren im Zoo, auf dem Funkturm, auf der Pfaueninsel, am Wannsee, im Grunewald, in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, auf dem Kurfürstendamm…

1982 habe ich mit mehreren Aachener Mitstudis, die im Seniorat Geschichte aktiv waren, den Alternativen Historikertag in West-Berlin besucht. Im Gedächtnis blieben mir mehrere Kneipen in Kreuzberg und eine winterlich-abenteuerliche Transitfahrt mit einem alten VW 411 Variant. Der irritierte Blick des Grenzers auf einen Aufkleber „Runter mit dem Männlichkeitswahn„. Kurz danach erschien ein Cartoon von F. K. Waechter in der „Titanic„: Da war genau die Kreuzberger Kneipenstraße abgezeichnet, in der wir gewesen waren; und durch die Straße spazierten der Teufel und der Liebe Gott.

1986 besuchte ich das Festival des politischen Liedes in „Berlin – Hauptstadt der DDR“ und erlebte dort u.a. ein Konzert von Pete Seeger und vom Oktoberklub. Ich besuchte die tief verschneite KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen.

1991 arbeitete ich mehrere Tage im ehemaligen Zentralen Parteiarchiv der SED, um das Thema meiner Magisterarbeit als #Historiker fortzuführen. Es ging dabei um die Gründung der SED 1946. Ich besuchte die KZ-Gedenkstätte Ravensbrück und führte, vermittelt durch meine Zimmerwirtin im Prenzlauer Berg, ein Gespräch mit dem alten DDR-Historiker Eduard Ullmann.

Die Ereignisse von 1982 bis 1991 kommen als Szenen in meinem Romanwerk „Wasser bricht Stein“ über die 1980er Jahre vor.

2007 und 2008 besuchte ich als #Werbetexter die Jahresversammlungen des Fachverbands Freier Werbetexter (später Texterverband) in den Hackeschen Höfen in Berlin.

2014 bis 2018 organisierte ich als #BUND-Regionalgruppenvorsitzender zusammen mit dem Naturschützer Peter Michalke (bis 2017) jeweils einen Bus aus Ostwestfalen zur Großdemonstration „Wir haben Agrarindustrie satt„, die jährlich im Januar parallel zur Grünen Woche stattfindet.

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