Der hilfsbereite Mensch: 50 Stationen

Das Buchprojekt „Der hilfsbereite Mensch“ fasst die Entwicklung wichtiger Gedanken über die Kooperation der Menschen zusammen, vom Urteil des Salomo bis zu Eva von Redeckers Vision einer „Revolution für das Leben“. Den Ansatz mit den 50 chronologisch geordneten Stationen habe ich inzwischen verworfen und durch den Ansatz „14 Brückenschläge zur Menschheit“ ersetzt, der nach Themengebieten geordnet ist.
Teile der ursprünglich vorgesehenen 50 bis 75 Stationen gehen evt. in den biographischen Anhang des Buches über.

  1. Das Urteil des Salomo
  2. Solon, der erste Sozialdemokrat
  3. Die erste globale Gelehrtenrepublik:
    Laozi, Konfuzius, Siddharta Gautama, Heraklit
    Legende von der Entstehung des Buches Taoteking… (Bertolt Brecht)
  4. Liebe als Regime: Mozi
  5. Warum ein perfekter Bösewicht scheitern muss: Sokrates
  6. Das Gesetz der Gastfreundschaft: Platon
  7. Das politische Lebewesen: Aristoteles
  8. Lust auf Freunde, Lust auf den Tag: Epikur und Lukrez
    Horaz: An Leukonoë
  9. Gott und die Nächstenliebe:
    Jesus von Nazaret, Simon Petrus, Paulus von Tarsus
  10. Der Kaiserphilosoph: Mark Aurel
  11. Ein toleranter Eroberer: Theoderich
  12. Eine Gemeinschaft von Brüdern: Benedikt von Nursia
  13. Ex oriente lux[1] oder: Enyklopädisten des Mittelalters:
    Ibn Sina (Avicenna) und Ibn Ruschd (Averroës)
  14. Begegnung zweier Pazifisten in Ägypten:
    Franziskus von Assisi und Al-Malik al-Kamil
    Laudato si (Franziskus von Assisi)
  15. Die Brille des Experimentators: Roger Bacon
  16. Der Reigen der Harmonie: Rumi und der Sufismus
  17. Staat und Allgemeinwohl: Wilhelm von Ockham
  18. Dichter des Kusses: Hafis
    West-östlicher Diwan (Goethe)
  19. Frieden und Revolution: Erasmus, Thomas Morus, Müntzer, Franck
  20. Nächstenliebe als Freundschaft mit Gott: Teresa von Avila
  21. In der besten aller möglichen Welten: Leibniz
  22. Moral und Gesellschaft: Hume und Rousseau
  23. Der Wohlstand der Nationen: Smith
  24. Die Enzyklopädisten: Diderot, d’Alembert, Condorcet, Marquise de Condorcet
  25. Frieden als Maxime: Kant
    Die Rechte des Menschen und des Bürgers: 1789
  26. Ganzheitliche Mittel und Farben: Hahnemann und Goethe
  27. Das Gebot des Sozialen: Wichern und die Innere Mission
  28. Genossen in der Fabrik, Genossen auf dem Feld: Marx und Raiffeisen
  29. Organisierte Barmherzigkeit: Florence Nightingale und Luise Büchner
  30. Kinder als Personen: Tolstoi, Steiner, Dewey
  31. Frauenrecht, Familie, Gemeinschaft: Bebel, Engels, Tönnies
    Meine Universitäten (Gorki)
  32. Kooperierende Tiere: Kropotkin
  33. Positive Kinderarbeit: Maria Montessori
    Einfühlung als Glaubenssache: Edith Stein
  34. Genossinnen helfen sich selbst: Anita Augspurg, Marie Juchacz
  35. Sozialistische Marktwirtschaft: Wissell und Lenin
  36. Sozialistisch denken, fühlen, handeln: Landauer, Bucharin, Gandhi, Ho
  37. Die Konferenz der Kinder: Makarenko und Neill
  38. Globale Humanität: Schweitzer, Buber, Coudenhove-Kalergi
  39. Kollektivierung und Massenmord: Stalin
  40. Eine Gesellschaft konstruieren: Alva Myrdal
  41. Solidarität, Subsidiarität, Sozialbindung: Nell-Breuning und Pius XI.
  42. Volksgemeinschaft der Mörder: Hitler
  43. Der gute Mensch von Sezuan (Brecht)
  44. Zivilisation: Elias
  45. Organisation als Organismus: Drucker und Wiener
  46. Aufrechter Gang mit Naturallianz: Bloch
  47. Autonome Fabriken und Regionen: Tito und Dolci
  48. Das Ende der Sklaverei: Vereinte Nationen und Menschenrechte
  49. Solidarität zum Selbermachen: Abbé Pierre, Frère Roger, Mutter Teresa
  50. Die Schönheit kam aus Afrika: Césaire, Senghor, King, Biko
    Gedicht ## (Leopold Sédar Senghor)
    Things Fall Apart (Chinua Achebe)
  51. Biologie und Ökologie der Liebe: Piaget, Fromm, Bateson
  52. Radikaler Sozialstaat: Nagy, Erlander, Namboodiripad
  53. Die Zerstörung des Bürgertums: Maos Kulturrevolution
    Balzac und die kleine chinesische Schneiderin (Dai Sijie)
  54. Berliner Frühling, Prager Frühling: Dutschke und Dubček
    Sterntagebücher, 7. Reise (Stanislaw Lem)
  55. Ärzte für die Welt: Castro, Neudeck, medico
  56. Wachstum und Gleichgewicht: Eppler, Meadows, Brandt
  57. Zur Evolution der Kooperation: Maturana, Trivers, de Waal, Axelrod
  58. Prinzip Gerechtigkeit, Prinzip Verantwortung: Rawls und Jonas
  59. Der historische Kompromiss: Berlinguer und Moro
  60. Das Evangelium der Bauern: Cardenal und Boff
  61. Frieden schaffen ohne Waffen: Bastian, Beuys, Petra Kelly, ter Veer, Thiel
    Das weiche Wasser (Hanns Dieter Hüsch u.a.)
  62. Hauptsache, sie fängt Mäuse: Deng, Hu, Zhiao
  63. Vom Habitus ins Paradies der Arbeit: Bourdieu und Gorz
  64. Dezentraler Kommunismus, dezentraler Kapitalismus:
    Gorbatschow, Yunus, Kohn und das Marcora-Gesetz
  65. Partizipation in Porto Alegre
  66. Wohlfahrts-Ökonomie: Brundtland und Sen
  67. Ubuntu: Nelson Mandela, Desmond Tutu
  68. Jeder nach seinen Fähigkeiten: Linux und Wikipedia
  69. Gütekraft und Lebenskunst: Arnold und Schmid
    Der Gott der kleinen Dinge (Arundhati Roy)
  70. Biologie der Menschlichkeit: Tomasello und Bauer
  71. Wirtschaft jenseits des Wachstumszwangs: Paech und Radermacher
  72. Stimme des Waldes: Pham, Wohlleben, Thích, Dasgupta, v. Redecker
  73. Netzwerke und Komplexität: Hidalgo, Boyer, Brockmann
  74. Die rettende Kraft der Vernunft: Lesch und Hüther

[1]     lat.: aus dem Osten das Licht

3 Gedanken zu „Der hilfsbereite Mensch: 50 Stationen“

  1. Hey Jens,
    nimm dieses Buch zuerst.
    Deutschland ohne Nazis wird es so schnell nicht geben. Aber wenn, dann wohl nur mit hilfsbereiten Menschen. Da brauchen wir eine Kultur und mithin ein Wissen über das Helfen, über dessen Relevanz fürs Menschsein und eine Aufwertung dessen in einem immer unverbindlicher werdenden Gemeinschaftsumfeld, das meint, darauf verzichten zu können, wenn man ja schon für staatliche Vorsorge bezahlt hat.
    Es wird ja immer noch so viel vom homini lupus gesprochen, ist ja auch nicht ganz verkehrt, aber zum Menschsein gehört auch die Kooperation auf einer Ebene, die Erfolgsverzögerung aushält. Ich tue das nicht um direkt davon zu profitieren, vielleicht später, oder auch nie, sonderen weil es angebracht ist. oder folgendes: „Weil ich es kann“ ist eine so schöne Begründung, die ich leider oft in anderem Kontext, also eher im Sinne von „weil ich es mir leisten“ oder „herausnehmen kann“ höre. Nein, ich bin dazu als Mensch in der Lage, also mache ich es. Adjuvo ergo…, ääähm … na ja.
    Also schreib bitte die Geschichte des homo cooperativus oder adjuvans, vergiss dabei bitte nicht die Cooperativa (oder gibt es so wenig Frauen, die neben all der unbeachteten Care-Arbeit Gelegenheit hatten, sich zu dem Thema einen Namen zu machen? Zwinker), und gib uns ein wenig Rüstzeug gegen das Geheul der vermeintlich Stärkeren.
    Liebe Grüße

    1. Hallo Sabine, danke für das klare Votum! Auf meiner Agenda stehen u.a. Teresa von Avila, Marquise de Condorcet, Rahel Varnhagen, Florence Nightingale, Luise Büchner, Maria Montessori, Edith Stein, Anita Augspurg, Marie Juchacz, Alva Myrdal, Mutter Teresa, Petra Kelly, Gro Harlem Brundtland, Lynn Margulis, Wangari Maathai, Eva von Redecker. Liebe Grüße, Jens

  2. Der hilfsbereite Mensch scheint sich gerade zur aussterbenden Spezies zu entwickeln. Das Projekt hört sich vielversprechend an und passt in unsere Zeit, wo viel und so viele unsicher irgendwo auf der Strecke bleiben oder mit Scheuklappen wild durch die Gegend irren bzw. sich einfach nicht mehr aus ihrer Echokammer heraus trauen. Der hilfsbereite Mensch baut Brücken, nimmt Menschen mit auf neue, sichere Wege und nimmt seine Mitmenschen auch mal mit nach gegenüber, wo vieles vielleicht anders ist, dafür aber neue Chancen bietet.

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