Das Buchprojekt „Der hilfsbereite Mensch“ fasst die Entwicklung wichtiger Gedanken über die Kooperation der Menschen zusammen, vom Urteil des Salomo bis zu Eva von Redeckers Vision einer „Revolution für das Leben“. Den Ansatz mit den 50 chronologisch geordneten Stationen habe ich inzwischen verworfen und durch den Ansatz „14 Brückenschläge zur Menschheit“ ersetzt, der nach Themengebieten geordnet ist.
Teile der ursprünglich vorgesehenen 50 bis 75 Stationen gehen evt. in den biographischen Anhang des Buches über.
- Das Urteil des Salomo
- Solon, der erste Sozialdemokrat
- Die erste globale Gelehrtenrepublik:
Laozi, Konfuzius, Siddharta Gautama, Heraklit
Legende von der Entstehung des Buches Taoteking… (Bertolt Brecht) - Liebe als Regime: Mozi
- Warum ein perfekter Bösewicht scheitern muss: Sokrates
- Das Gesetz der Gastfreundschaft: Platon
- Das politische Lebewesen: Aristoteles
- Lust auf Freunde, Lust auf den Tag: Epikur und Lukrez
Horaz: An Leukonoë - Gott und die Nächstenliebe:
Jesus von Nazaret, Simon Petrus, Paulus von Tarsus - Der Kaiserphilosoph: Mark Aurel
- Ein toleranter Eroberer: Theoderich
- Eine Gemeinschaft von Brüdern: Benedikt von Nursia
- Ex oriente lux[1] oder: Enyklopädisten des Mittelalters:
Ibn Sina (Avicenna) und Ibn Ruschd (Averroës) - Begegnung zweier Pazifisten in Ägypten:
Franziskus von Assisi und Al-Malik al-Kamil
Laudato si (Franziskus von Assisi) - Die Brille des Experimentators: Roger Bacon
- Der Reigen der Harmonie: Rumi und der Sufismus
- Staat und Allgemeinwohl: Wilhelm von Ockham
- Dichter des Kusses: Hafis
West-östlicher Diwan (Goethe) - Frieden und Revolution: Erasmus, Thomas Morus, Müntzer, Franck
- Nächstenliebe als Freundschaft mit Gott: Teresa von Avila
- In der besten aller möglichen Welten: Leibniz
- Moral und Gesellschaft: Hume und Rousseau
- Der Wohlstand der Nationen: Smith
- Die Enzyklopädisten: Diderot, d’Alembert, Condorcet, Marquise de Condorcet
- Frieden als Maxime: Kant
Die Rechte des Menschen und des Bürgers: 1789 - Ganzheitliche Mittel und Farben: Hahnemann und Goethe
- Das Gebot des Sozialen: Wichern und die Innere Mission
- Genossen in der Fabrik, Genossen auf dem Feld: Marx und Raiffeisen
- Organisierte Barmherzigkeit: Florence Nightingale und Luise Büchner
- Kinder als Personen: Tolstoi, Steiner, Dewey
- Frauenrecht, Familie, Gemeinschaft: Bebel, Engels, Tönnies
Meine Universitäten (Gorki) - Kooperierende Tiere: Kropotkin
- Positive Kinderarbeit: Maria Montessori
Einfühlung als Glaubenssache: Edith Stein - Genossinnen helfen sich selbst: Anita Augspurg, Marie Juchacz
- Sozialistische Marktwirtschaft: Wissell und Lenin
- Sozialistisch denken, fühlen, handeln: Landauer, Bucharin, Gandhi, Ho
- Die Konferenz der Kinder: Makarenko und Neill
- Globale Humanität: Schweitzer, Buber, Coudenhove-Kalergi
- Kollektivierung und Massenmord: Stalin
- Eine Gesellschaft konstruieren: Alva Myrdal
- Solidarität, Subsidiarität, Sozialbindung: Nell-Breuning und Pius XI.
- Volksgemeinschaft der Mörder: Hitler
- Der gute Mensch von Sezuan (Brecht)
- Zivilisation: Elias
- Organisation als Organismus: Drucker und Wiener
- Aufrechter Gang mit Naturallianz: Bloch
- Autonome Fabriken und Regionen: Tito und Dolci
- Das Ende der Sklaverei: Vereinte Nationen und Menschenrechte
- Solidarität zum Selbermachen: Abbé Pierre, Frère Roger, Mutter Teresa
- Die Schönheit kam aus Afrika: Césaire, Senghor, King, Biko
Gedicht ## (Leopold Sédar Senghor)
Things Fall Apart (Chinua Achebe) - Biologie und Ökologie der Liebe: Piaget, Fromm, Bateson
- Radikaler Sozialstaat: Nagy, Erlander, Namboodiripad
- Die Zerstörung des Bürgertums: Maos Kulturrevolution
Balzac und die kleine chinesische Schneiderin (Dai Sijie) - Berliner Frühling, Prager Frühling: Dutschke und Dubček
Sterntagebücher, 7. Reise (Stanislaw Lem) - Ärzte für die Welt: Castro, Neudeck, medico
- Wachstum und Gleichgewicht: Eppler, Meadows, Brandt
- Zur Evolution der Kooperation: Maturana, Trivers, de Waal, Axelrod
- Prinzip Gerechtigkeit, Prinzip Verantwortung: Rawls und Jonas
- Der historische Kompromiss: Berlinguer und Moro
- Das Evangelium der Bauern: Cardenal und Boff
- Frieden schaffen ohne Waffen: Bastian, Beuys, Petra Kelly, ter Veer, Thiel
Das weiche Wasser (Hanns Dieter Hüsch u.a.) - Hauptsache, sie fängt Mäuse: Deng, Hu, Zhiao
- Vom Habitus ins Paradies der Arbeit: Bourdieu und Gorz
- Dezentraler Kommunismus, dezentraler Kapitalismus:
Gorbatschow, Yunus, Kohn und das Marcora-Gesetz - Partizipation in Porto Alegre
- Wohlfahrts-Ökonomie: Brundtland und Sen
- Ubuntu: Nelson Mandela, Desmond Tutu
- Jeder nach seinen Fähigkeiten: Linux und Wikipedia
- Gütekraft und Lebenskunst: Arnold und Schmid
Der Gott der kleinen Dinge (Arundhati Roy) - Biologie der Menschlichkeit: Tomasello und Bauer
- Wirtschaft jenseits des Wachstumszwangs: Paech und Radermacher
- Stimme des Waldes: Pham, Wohlleben, Thích, Dasgupta, v. Redecker
- Netzwerke und Komplexität: Hidalgo, Boyer, Brockmann
- Die rettende Kraft der Vernunft: Lesch und Hüther
[1] lat.: aus dem Osten das Licht
Hey Jens,
nimm dieses Buch zuerst.
Deutschland ohne Nazis wird es so schnell nicht geben. Aber wenn, dann wohl nur mit hilfsbereiten Menschen. Da brauchen wir eine Kultur und mithin ein Wissen über das Helfen, über dessen Relevanz fürs Menschsein und eine Aufwertung dessen in einem immer unverbindlicher werdenden Gemeinschaftsumfeld, das meint, darauf verzichten zu können, wenn man ja schon für staatliche Vorsorge bezahlt hat.
Es wird ja immer noch so viel vom homini lupus gesprochen, ist ja auch nicht ganz verkehrt, aber zum Menschsein gehört auch die Kooperation auf einer Ebene, die Erfolgsverzögerung aushält. Ich tue das nicht um direkt davon zu profitieren, vielleicht später, oder auch nie, sonderen weil es angebracht ist. oder folgendes: „Weil ich es kann“ ist eine so schöne Begründung, die ich leider oft in anderem Kontext, also eher im Sinne von „weil ich es mir leisten“ oder „herausnehmen kann“ höre. Nein, ich bin dazu als Mensch in der Lage, also mache ich es. Adjuvo ergo…, ääähm … na ja.
Also schreib bitte die Geschichte des homo cooperativus oder adjuvans, vergiss dabei bitte nicht die Cooperativa (oder gibt es so wenig Frauen, die neben all der unbeachteten Care-Arbeit Gelegenheit hatten, sich zu dem Thema einen Namen zu machen? Zwinker), und gib uns ein wenig Rüstzeug gegen das Geheul der vermeintlich Stärkeren.
Liebe Grüße
Hallo Sabine, danke für das klare Votum! Auf meiner Agenda stehen u.a. Teresa von Avila, Marquise de Condorcet, Rahel Varnhagen, Florence Nightingale, Luise Büchner, Maria Montessori, Edith Stein, Anita Augspurg, Marie Juchacz, Alva Myrdal, Mutter Teresa, Petra Kelly, Gro Harlem Brundtland, Lynn Margulis, Wangari Maathai, Eva von Redecker. Liebe Grüße, Jens
Der hilfsbereite Mensch scheint sich gerade zur aussterbenden Spezies zu entwickeln. Das Projekt hört sich vielversprechend an und passt in unsere Zeit, wo viel und so viele unsicher irgendwo auf der Strecke bleiben oder mit Scheuklappen wild durch die Gegend irren bzw. sich einfach nicht mehr aus ihrer Echokammer heraus trauen. Der hilfsbereite Mensch baut Brücken, nimmt Menschen mit auf neue, sichere Wege und nimmt seine Mitmenschen auch mal mit nach gegenüber, wo vieles vielleicht anders ist, dafür aber neue Chancen bietet.