Wikipedia

Seit 2004 bin ich als Autor in der deutschsprachigen Wikipedia aktiv (meine Profilseite). An dem Projekt fasziniert mich, dass es das Wissen der Menschheit für sehr viele Menschen zugänglich macht, also der *Teilhabe-Aspekt, und die effektive *Kooperation der Autoren.

Ich stieß dort 2004 auf eine endlos lange Liste deutschsprachiger Schriftsteller und sah, dass fast alle Namen noch rot waren. Das bedeutete: Es gab noch keine Artikel über diese Schriftstellerinnen und -ler. Ich schnappte mir kurzerhand die Buchstaben K und L und legte Artikel über etliche Schriftsteller an, die ich kannte: Wulf Kirsten, Erwin Guido Kolbenheyer, Adam Kuckhoff, Clemens Laar, Wolfgang Langhoff, Sophie von La Roche, Hans Marchwitza u.a.

Über Kuckhoff kam ich auf die Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ und legte eine Liste deutscher Widerstandskämpfer an, die ursprünglich auch die Mitlgieder der „Roten Kapelle“ enthielt. Die Definition des Wortes Widerstands­kämpfer, die ich dafür 2004 formulierte, wurde auf der Diskussionsseite mehrfach in Frage gestellt, steht aber heute immer noch am Anfang der Liste: „Als Widerstandskämpfer gelten hier Frauen und Männer im Deutschen Reich und den davon besetzten Staaten, die ihr Leben riskiert haben, um das nationalsozialistische Regime zu stürzen, dessen Verbrechen anzuprangern, den Zweiten Weltkrieg zu verhindern, deutsche Angriffe auf andere Länder zu stören oder um Menschen, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden, zu schützen.“ (Leicht verändert, denn ich hatte ursprünglich die Worte „Naziregime“ und „Nazis“ benutzt.)

Der Artikel über die Friedensdemonstration im Bonner Hofgarten 1981, 2010 angelegt und 2011 von mir ausgebaut, war am 10. Oktober 2011 Wikipedia-Artikel des Tages.

Der von mir stark ausgebaute Artikel über den Sozialdemokraten und Pazifisten Hugo Haase bekam 2019 das Prädikat „Lesenswert“ und war am 7. November 2019 Artikel des Tages.

Ich unterstütze dort das Projekt „Frauen in Rot“, das sich zur Aufgabe gestellt hat, fehlende biographische Artikel über Frauen zu ergänzen, und legte u.a. Artikel über die indische Gewerkschafterin Krishna Ahooja-Patel, die nordirische Sozialistin Bernadette Devlin McAliskey, die Kulturmanagerin Kathinka Dittrich van Weringh, die iranische Ministerin Masumeh Ebtekar, die Filmemacherin Nina Gladitz, die Verlegerin Edith Jacobsohn, die Zionistin Ruth Klüger-Aliav, die Schriftstellerin Sophie von La Roche, die Historikerin Ulla Plener, die Juristin Etta Schiller und die Bankerin Ellen Ruth Schneider-Lenné an, sowie über mehrere Bücher von Frauen.

Beim Artikel über die Glock-Pistole ist es mir nach einer monatelangen internen Debatte gelungen, gegen den hartnäckigen Widerstand von Waffentechnikern durchzusetzen, dass auch historische, politische und kulturelle Aspekte dieser Waffe in den Artikel aufgenommen wurden.

Seit 2014 gibt es, ohne mein Zutun, einen Wikipedia-Artikel über mich.

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