Biologie

1975-78 hatte ich einen Biologie-Leistungskurs am Gynmasium, 1978-86 habe ich an der RWTH Aachen neben #Geschichte und #Politikwissenschaft auch Biologie studiert (Lehramt Sek. II, 2. Fach, ohne Abschluss).

Dabei haben mich Pflanzenphysiologie und Tierphysiologie am meisten interessiert; wichtige Lehrer waren der Botaniker Hans-A. Froebe, der Zoologe Friedrich-Wilhelm Schlote und der Neurophysiologe Henning Stieve. Spannend waren auch die Berührungsflächen zwischen Biologie und Politikwissenschaft: In der Magisterprüfung habe ich über biologistische Argumentationsmuster konservativer Ideologen gesprochen und konnte dafür auf Fachkenntnisse in Genetik und Verhaltenskunde zurückgreifen.

Meine Faszination für das Leben von Pflanzen und Tieren trägt mein Engagement für #Naturschutz und #Wildnis. Im #Naturwissenschaftlichen Verein in Bielefeld habe ich meine Botanikkenntnisse aufgefrischt und weitergetrieben. Philosophisch relevant war die Auseinandersetzung mit dem tierischen Erbe der Menschen, mit der Logik der Evolution und mit der großen Rolle, die die Beobachtung von Natur bei der Entstehung von Weltanschauungen gespielt hat. Dem Evolutionsbiologen Ernst Mayr verdanke ich die Erkenntnis, dass Naturgeschichte und Kulturgeschichte etwas Wichtiges gemeinsam haben: Sie untersuchen lauter Einzelfälle, die historisch, also unter Beteiligung von Zufällen, entstanden sind. Das in Physik und Chemie gängige Prinzip der Naturgesetze ist darauf nicht übertragbar. Damit erledigte Mayr zugleich die Ansicht, es gebe so etwas wie einen gesetzmäßigen Verlauf der Geschichte.

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