Mobilität

Autofreie August-Bebel-Straße, Bielefeld 2008, mit Kozma Orkestar (Korff 2008)

Dass jeder Hintern eine Tonne Stahl, Glas und Kunststoff durch enge Straßen bugsieren muss, nur um sich selbst von der Wohnung zum Arbeitsplatz zu bewegen – das konnte nicht das letzte Wort der Mobilitätsentwicklung gewesen sein.

Davon war ich bereits 1974 überzeugt, nachdem ich Hans Dollingers Buch „Die totale Autogesellschaft“ gelesen hatte. Die Suche nach attraktiven Alternativen zum stinkenden, lauten und platzgreifenden Autoverkehr war eines meiner Lebensmotti. 2003-04 konzipierte ich unter dem Markennamen »Teuto ohne Auto« den ersten autofreien Sonntag Westfalens, der am 19. Juni 2005 zwischen #Bielefeld und Detmold 35.000 Menschen begeisterte (#Veranstaltungen).

Als regelmäßiger Benutzer von Bus und Bahn umtrieb mich immer wieder das Ziel, vor allem die Kommunikation zwischen Öffis und Fahrgästen zu verbessern. 2005 schlug ich dem neu gegründeten Bielefelder #IT-Kompetenz-Netzwerk vor, als Demonstration des praktischen Nutzens von Informationstechnik die Expo-2000-Terminals an vielen Bielefelder Stadtbahnhaltestellen mit einer #interaktiven Fahrplanberatung auszustatten. Das Projekt scheiterte an technischen Beschränkungen der Geräte. 2006 konzipierte ich gemeinsam mit zwei Kollegen eine Kulturlinie 1 für Bielefeld und präsentierte sie dem Verkehrsbetrieb moBiel (#Schöner Scheitern). 2007 legte ich eine Idee drauf, wie man mit einfachen Mitteln verhindern könnte, dass herannahende Stadtbahnen von Autofahrern und Fußgängern übersehen werden. 2018 half ich der Landeseisenbahn Lippe in #Nordlippe, mit dem Forschungskonzept „CountryCab“ den Deutschen Mobilitätspreis zu gewinnen. 2019 konzipierte ich eine Imageaktion für Öffis, die zugleich das Problem der häufig unverständlichen oder unsympathischen Haltestellenansagen lösen könnte.

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