7. November 2021

Kodak

Der US-Konzern Kodak war im vorigen Jahrhundert einer der weltgrößten Hersteller von Dia- und Negativfilmen. 1996 war ich als Werbetexter der Z&P Werbeagentur (Köln) an einer großen Promotion-Kampagne für Kodak Fun-Cameras beteiligt, entwickelt von Peter Specht – die größte Werbekampagne in meiner Laufbahn, und vielleicht das letzte Aufbäumen der Analogfotografie gegen die digitale Ära. Zugleich eine späte Jugendsünde in Sachen Wahrhaftigkeit und Nachhaltigkeit.

1. November 2021

11. September 2001: Antwort auf „offene Fragen“

Zum 20. Jahrestag des Massenmords von Manhattan, der unser Leben mitprägte, habe ich mir erlaubt, die wichtigsten „ungeklärten Fragen“ der sog. Truther zu beantworten: in der Freitag-Community und in drei Videos auf Vimeo (Teil 1, Teil 2, Teil 3). Nach Prüfung aller Einwände bleibt es dabei: Es waren 19 arabische Mörder, die am 11. September 2001 vier Flugzeuge entführt und mit drei davon das World […]

24. Juli 2021

Dumm wie Braunkohle

Rico Grimm schrieb aus Anlass der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 in Krautreporter über das Problem, Klimaschutz und Klimaanpassung unter einen Hut zu bekommen. Ich kommentierte: Wichtig finde ich, jetzt die Momente zu betonen, bei denen Klimaschutz und Klimaanpassung im gleichen Boot sitzen. Das ist vor allem der Autoverkehr, wie du schon festgestellt hast:

13. Juni 2021

Vorwarnzeit: Kornelkirschen

Kapitel aus dem Romanprojekt Vorwarnzeit Die Kornelkirsche (Cornus mas), auch Gelber Hartriegel oder Herlitze genannt, ist ein baumartiger Strauch aus der Gattung Hartriegel, der im Alter 8 Meter Höhe erreicht. Die Rinde der jungen Zweige ist gelbgrau. Die gelben Blüten erscheinen schon Ende März. Im August und September werden die Früchte reif. Sie sind länglich, kleiner als Kirschen, anfangs rot, später schwarzrot. Die Kornelkirsche ist […]

13. Juni 2021

Vorwarnzeit: 81er

Kapitel aus dem Romanprojekt Vorwarnzeit Als 81er wird hier eine politisch aktive Generation in West- und Ostdeutschland bezeichnet, die in Soziologie, Geschichtswissenschaft und Publizistik bislang weitgehend igno­riert wurde. Der Begriff ist nicht etabliert. Gemeint sind Menschen, die als Mitgestalter der #Friedensbewegung der frühen 1980er Jahre (etwa mit der ersten Bonner Großdemonstration am 10. Oktober 1981) erst­mals an die Öffentlichkeit getreten sind. Ihr Motiv, die Angst […]

13. Juni 2021

Vorwarnzeit: Dresden 1988

Kapitel aus dem Romanprojekt Vorwarnzeit Dresden, die Hauptstadt Sachsens, liegt an der Elbe, nicht weit unterhalb der Stelle, wo der Fluss aus dem Elbsandsteingebirge ins Tiefland strömt. Mit 560.000 Einwohnern ist die Stadt etwas kleiner als Leipzig und die zwölftgrößte Stadt Deutschlands. Die Innenstadt ist berühmt für ihre Barockbauten, die vor allem auf die Regierungszeit Augusts des Starken (1694–1733) zurückgehen. Als Till im Februar 1988 […]

13. Juni 2021

Lesen

Lesen ist eine meiner Leidenschaften. Es fängt schon damit an, dass mich Buchstaben und Schriften faszinieren, ihre Formen, ihre feingliedrige Schönheit. Und dann erst die Laute, die sie codieren: Ein Buchstabe ist ein sichtbares Zeichen, aber beim Lesen höre ich einen Laut. Diese Verbindung der Sinneswelten ist frappant. Und dann erst die Bedeutungen!

13. Juni 2021

Vorwarnzeit

Vorwarnzeit: Tills liberalkommunistische Streiche im Schatten der Meiler und Raketen, nebst einem ABC der Achtziger Jahre in BRD und DDR. Das ist der Arbeitstitel eines literarischen Projekts, das ich 2008 begonnen habe und das 2020 durch ein Künstlerstipendium des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wurde.

26. Mai 2021

Waldbröl

Waldbröl ist ein Städtchen im Oberbergischen Kreis, rund 15 km südlich der Kreisstadt Gummersbach. 1990-91 habe ich als Stadthistoriker dort gearbeitet, #Zeitzeugen interviewt und einen Gesprächskreis „Waldbröler erzählen Geschichte(n)“ initiiert und geleitet.

26. Mai 2021

Tanzen in Köln

#Singen und Tanzen liegen zumindest in #Köln nahe beieinander. Deshalb durfte ich als Mitsänger des Chores „Die Liederlinge“ bald auch mittanzen: 1991 bei einer Putztanz-Choreografie auf den Marsch „Der General“, 1994 bei einer Koffertanz-Choreografie auf eine Filmmusik von Nino Rota – beide konzipiert von unserem damaligen Chorleiter und Tanzlehrer Andreas Lehrke.

30. April 2021

Manipulation

Warum Werbung niemanden manipulieren kann Sie kann keine Gefühle erzeugen, nur Gefühle wecken, die vorher schon da waren, aber in einem anderen Lebensbereich. Sie kann eine Marke mit Emotionen verknüpfen, die Menschen vorher schon hatten, z. B. die Marke Allianz mit dem Gefühl der Geborgenheit oder die Marke Coca Cola mit Coolness. Aber das funktioniert niemals umgekehrt: Niemand, der sich geborgen fühlt, denkt: Das liegt […]

25. März 2021

Duisburg

Als Texter der Z&P Werbeagentur in #Köln habe ich mehrere Kunden in Duisburg betreut. Für den Bürotechnikhändler Elmar Müller (NBI BTO) und die Kindernothelfe entwarf ich 1992 den Slogan „Duisburg geht baden“ (für eine Wohltätigkeitsveranstaltung im Schwimmstadion).

25. März 2021

Chemnitz

Die Industriestadt in Sachsen hieß noch Karl-Marx-Stadt, als ich sie 1981 zum ersten Mal besuchte.

25. März 2021

Linker

Angefangen hat es 1972 mit einem Wahlkampfbutton „Willy wählen“. Damals war ich 12 und hatte mit dieser Stellungnahme, die natürlich über die sozialdemokratischen Eltern vermittelt worden war, einen schweren Stand am konservativen Kaiser-Karls-Gymnasium zu Aachen. Doch ich blieb dran und schrieb in der Schülerzeitung gegen Berufsverbote und für Gesamtschule, kritisierte gar in meinem ersten #Essay das elitär-dünkelhafte Bildungsideal des Schuldirektors, der 1976 in einer Festrede […]

25. März 2021

Singen in Aachen, Köln und Bielefeld

Ich singe in Chören seit 1970: u.a. im Schulchor des Kaiser-Karls-Gymnasiums zu #Aachen (1970-75), in der AG Historisches Lied an der RWTH Aachen (1981-85), im #Kölner Chor „Die Liederlinge“ (1987-99), im Universitätschor Bielefeld (2000-02), im Wozachor #Bielefeld (2003-15), im Quintenkomplott Bielefeld (2015-19), im Aachener Chor Notabene (seit 2021). Meine Chorstimme wechselte von Sopran 2 über Bass 1 und Tenor 1 wieder zu Bass 1.

25. März 2021

Herford

In Herford, der alten Stiftsstadt an den Flüssen Werre und Aa, 15 km östlich von Bielefeld, habe ich 2012-2019 gewohnt.

21. März 2021

Berlin

Erst war sie die geteilte Stadt und Hauptstadt nur auf der anderen Seite, und dann insgesamt. Längere Aufenthalte in Berlin kann ich für 1971, 1982, 1986, 1991, 2007, 2014 und 2018 rekonstruieren. Darunter waren vier Arbeitsbesuche als Historiker und als Werbetexter.

21. März 2021

Dortmund

In der westfälischen Ruhrgebietsmetropole Dortmund habe ich 2002 einige Monate lang gearbeitet. Mein damaliger Arbeitgeber, die Internet-Agentur ICSmedia in #Münster, hatte eine Filiale in Dortmund eröffnet. Ich war im Vertrieb eingesetzt und hatte die Aufgabe, qualifizierte #Mailings an viele Dortmunder Unternehmen zu schicken, um sie als Neukunden zu gewinnen.

21. März 2021

Dresden

Martin-Luther-Denkmal vor der Frauenkirche (Foto Korff 2018) Als ich 1988 zum ersten Mal an dieser Stelle stand, war die Frauenkirche noch ein Trümmerhaufen. Auf den Außenmauern standen Kerzenreste von einer Friedensdemo am 13. Februar 1988.

6. Dezember 2020

Leipzig

Die kulturell und politisch bedeutende Stadt in Sachsen, an Weißer Elster, Pleiße und Parthe gelegen, habe ich Februar 1990 zum ersten Mal besucht. Damals war sie das Zentrum der ostdeutschen Revolution und Ziel zahlreicher westdeutscher Polit-Touristen.

2. August 2020

Korff über Corona

Was mich motivierte, über die Seuche zu schreiben (und auch ein wenig zu forschen), war der Umstand, dass ich ab Ende April 2020 von sog. Coronakritikerinnen (ich nenne sie lieber die Aviralen) in meinem Freundeskreis regelrecht belagert wurde. Deshalb entstanden folgende Artikel auf meinem dogmenkritischen Weblog widersprechen.net:

15. April 2020

Jesus und Judas – wer hat wen verraten?

Am Karfreitag starb nicht nur Jesus von Nazareth am Kreuz, sondern auch Judas Iskariot am Baum. Da Jesus ihn als Verräter und Teufel beschimpft und dem Verräter den Untergang prophezeit hat, haben wir uns angewöhnt, diese Sichtweise zu übernehmen und den Stricktod des Judas als gerechte Strafe zu bewerten. Die Verräterfigur Judas wurde zum Bestandteil des christlich motivierten Antijudaismus. Mein Lieblings-Evangelist Tim Rice übernahm diese Vorurteile nicht und ließ in der Rockoper »Jesus Christ Superstar« Judas ausführlich selber zu Wort kommen.